Duisburg

Anwohner macht in Duisburg-Marxloh unglaubliche Entdeckung: „Fühle mich um 10 Jahre zurückversetzt“

Der Schwelgernpark in Marxloh ist aufgeräumt - ein ungewohntes Bild für viele Duisburger.
Der Schwelgernpark in Marxloh ist aufgeräumt - ein ungewohntes Bild für viele Duisburger.
Foto: Privat

Duisburg. Christian Henze bezeichnet sich selbst als Weltverbesserer. Er ist in Duisburg-Marxloh geboren. Ein Stadtteil, der häufig in einem Atemzug mit Kriminalität, aber auch Schmutz und Müll genannt wird. Doch er will auch die guten Dinge sehen. Die Dinge, die sich zum Positiven in seinem Stadtteil entwickeln.

Daher schießt er am Sonntag ein Foto vom Schwelgernpark und lädt es in eine Facebook-Gruppe hoch. Soweit nichts Ungewöhnliches. Doch er schreibt dazu: „Oft liest man nur, was nicht gemacht wird/wurde, aber wer den Teich kennt, weiß, wie vermüllt er war, wie hoch das Unkraut wuchs.“

Duisburg-Marxloh: Anwohner begeistert über Entwicklung des Schwelgernparks

Denn noch vor dem Wochenende wucherte das Schilf dicht über die Wasseroberfläche.

------------------------------------

• Mehr Themen:

Duisburger mit spannender Idee: So kannst du das Ruhrgebiet ganz neu entdecken

Loveparade-Katastrophe in Duisburg: Opfer erheben schwere Vorwürfe – gegen eine Anwältin

• Top-News des Tages:

Rebecca Reusch (15) vermisst: Ermittler packt aus

„Bauer sucht Frau“ auf RTL: Anna aus Essen zeigt sich in engem Shirt – und zeigt den Fans mehr als ihnen lieb ist

-------------------------------------

Duisburger Wirtschaftsbetriebe holen 200 Kilo Schrott aus Teich

Darunter verbargen sich allerlei Müll und Schrott. Ein Moped, ein Fahrrad, ja sogar ein Tresor fischen die Duisburger Wirtschaftsbetriebe (DBW) aus dem Gewässer. „Insgesamt 200 Kilo Müll haben die Kollegen aus dem Teich im Schwelgenpark geholt“, erklärt Stadtsprecherin Sarah Lampe. Bilder auf Facebook zeigen, wie stark die Anlage zugemüllt war.

Zwar werde der Park regelmäßig gereinigt, das Ausmaß der Vermüllung sei jedoch erst zum Vorschein gekommen, als das Schilf zurückgeschnitten wurde.

„Aktuell kann man den Müll an einer Hand abzählen“

Den 36-jährigen Weltverbesser Christian Henze gefällt's. „Vorher sah der Park, besonders der See, grausam aus. Um den See herum wucherte das Unkraut, wodurch es beinahe unmöglich war, den See vom Pfad her zu sehen“, schildert er und weiter: „An den Kopfenden des Sees (dort habe ich auch die Bilder gemacht) waren Schrottgegenstände im Wasser, wie z.B. ein Einkaufswagen, ein alter großer Safe, diverse Flaschen, Dosen, etc... Aktuell kann man den Müll an einer Hand abzählen.“

Schon Mitte 2018 hatten die Entwicklungsgesellschaft Duisburg, das Ordnungsamt und die Wirtschaftsbetriebe Wasserproben genommen und der Park erneuert. Auch der Verein „runder Tisch Marxloh“ meldet illegale Müllkippen im Stadtteil und sorgt somit dafür, dass die Vermüllung nicht zunimmt. (mb)

 
 

EURE FAVORITEN