Mario Barth wettert gegen Revierstadt – „Duisburger Inkompetenz“

Mario Barth lacht über die Stadt Duisburg.
Mario Barth lacht über die Stadt Duisburg.
Foto: TVNOW / Sebastian Drüen

Ob die Stadt Duisburg darüber wohl lachen wird? Comedian Mario Barth macht sich in der kommenden Ausgabe seiner RTL-Show „Mario Barth deckt auf“ über die Revierstadt lustig. Und das nicht zu knapp.

Wer es nicht kennt, dem sei das Konzept von „Mario Barth deckt auf“ kurz erklärt:

Der Komiker lädt sich diverse Gäste in die Sendung, und macht sich mit ihnen über angebliche Missstände in Deutschland lustig. So lachte Mario Barth auch schon über einen Blasen-kranken Essener Rentner, der die Stadt auf ein sogenanntes „Pipi-Geld“ verklagen wollte.

Mario Barth lacht über Revierstadt Duisburg

Nun ist also die Stadt Duisburg dran. Dieses Mal geht es zwar nicht um Urin, mit Flüssigkeit hat das Problem jedoch auch zu tun. So schickte Mario Barth „Lets Dance“-Juror Joachim Llambi in dessen Heimatstadt. Und dort sollte dem 55-jährigen Tanz-Richter die Currywurst fast im Hals stecken bleiben, wie RTL vor der Sendung verkündet.

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Llambi besuchte nämlich direkt zwei Oasen der Steuerverschwendung in Duisburg. Das kündigte er verkleidet als Mallorca-Tourist als die große „Verballermann-Tour“ an.

Erster Stopp auf der „Verballermann-Tour“

Zuerst geht es an einen sichelförmigen Bau am Duisburger Hafen. Dort wurde für mehr als zehn Millionen Euro eine Promenadentreppe gebaut. Auf dem Gelände dahinter sollten Bürogebäude, ein Hotel und Wohnungen entstehen. Die Stadt Duisburg verpflichtete sich dabei, das Grundstück baureif zu übergeben. Dabei gibt es ein echtes Problem.

Der Untergrund ist nämlich schlicht zu weich. Ein Gutachter empfahl ein Sand-Kies-Gemisch zur Verdichtung des Bodens. wie eine Mitarbeiterin des Bunds der Steuerzahler in NRW Llambi erklärt. Doch man entschied sich für Abtragungen aus der Kohlegewinnung - jetzt muss die Stadt den Preis dafür zahlen. Der ist nicht ohne.

Zweite Steuersünde nur wenige Meter flussaufwärts

Insgesamt 22,65 Millionen Euro haben Bau, Freikauf aus Verträgen und die inzwischen notwendige Sanierung der Treppe „The Curve“ gekostet laut Llambis Rechnung. Der nächste Stop auf der Verballermann-Tour führte Llambi nur wenige Meter flussaufwärts.

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Das ist Mario Barth:

  • Mario Barth ist ein deutscher Komiker und Moderator
  • Er wurde am ersten November 1972 in Berlin geboren
  • Er ist katholisch und war in seiner Jugend Messdiener
  • Im Juni 2014 erreichte Mario Barth einen neuen Weltrekord, indem er mit 116.498 Zuschauern „das größte Publikum für einen Komiker in 24 Stunden“ im Berliner Olympiastadion hatte

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Es ging in den Park auf der Mercator-Insel. Ein rund 440.000 Euro teures Projekt, das im Frühjahr 2019 eröffnet wurde. Es sollte ein neues Highlight der Revierstadt werden. Schicke Uferpromenaden, Sitzbänke, eine überdimensionale Statue, geschaffen von Markus Lüpertz. Allerdings verirren sich nur wenige Gäste auf die Insel an Rhein und Ruhr. Grund genug also für Mario Barth und Llambi, die teure Insel mal genauer unter die Lupe zu nehmen.

„Zeichen Duisburger Inkompetenz“

Der „Lets Dance“-Juror stellt es als ein „weiteres Zeichen Duisburger Inkompetenz“ vor. Entstehen sollte ein „wunderschönes Naherholungsgebiet“ sowie Rückzugsort für die heimische Tierwelt. Die vielen brachliegenden Flächen sollten dabei die Verbindung zur Industriekultur verdeutlichen. „Das ist auch wirklich gut gelungen“, kommentiert er spitz. Sonst ist nämlich nur ein einziger Radfahrer auf der Insel unterwegs. Auch Vögel seien keine zu sehen.

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Das gesamte Konzept sei ins Wasser gefallen - im wahrsten Sinne des Wortes. Denn die Insel liegt mitten im Hochwassergebiet. Ist der Wasserstand zu hoch, steht sie komplett unter Wasser. Sinnbildlich für die miserable Planung könne man auch die Treppe am Abgang der L140 sehen, die den Besuchern den Zugang zu der Mercator-Insel ermöglicht. Mehrere Jahre war sie gesperrt, es dauerte unzählige Sanierungen, bis sie schließlich 2019 gemeinsam mit dem Park eröffnet wurde. (dav)

 
 

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