Duisburg

Duisburg: Lehrerin von Schüler (13) verprügelt – „Es hagelte Faustschläge“

Gegenüber der „WAZ“ schilderte eine Lehrerin ein grausames Erlebnis - sie wurde von einem 13-jährigen Schüler verprügelt. (Symbolbild)
Gegenüber der „WAZ“ schilderte eine Lehrerin ein grausames Erlebnis - sie wurde von einem 13-jährigen Schüler verprügelt. (Symbolbild)
Foto: imago images / emil umdorf

Duisburg. Lehrer bekommen die Wut der Schüler über schlechte Noten und die Unzufriedenheit der Eltern über die Leistung ihrer Kinder oft ungefiltert direkt ins Gesicht gesagt. Manchmal bleibt es aber nicht bei nur verbalen Anfeindungen.

Ihre bewegende Geschichte erzählte eine Lehrerin aus Duisburg gegenüber der „WAZ“.

Duisburg: Frau erzählt schockierende Geschichte

Nach der Pause rief sie einige Schüler an einer Förderschule „irgendwo im Ruhrgebiet“, den genauen Ort will sie nicht verraten, zurück in den Klassenraum. Auf dem Pausenhof war es zu einer Auseinandersetzung gekommen. Die Frau wartete gerade auf Unterstützung von anderen Lehrern, um die Situation zu beruhigen, als einer der Jugendlichen, ein 13-Jähriger, plötzlich auf sie losging.

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Aus dem Nichts habe es Faustschläge und Tritte gehagelt, „überall hin, volle Pulle“, erzählt die Frau geschockt gegenüber der „WAZ“. Passiert ist das im Jahr 2014, doch bis heute bekommt die Grundschullehrerin den Tag nicht aus ihrem Kopf.

Ihre Erfahrungen, die Probleme von Kollegen, die Verschwiegenheit von Schulen sowie die Schwierigkeiten, die seit dem Vorfall noch immer Teil ihres Alltags sind, schildert die 47-Jährige ausführlich im Artikel der „WAZ

Lehrerverband mit erschreckenden Zahlen

Gewalt gegenüber Lehrern und Lehrerinnen gibt es dabei erschreckend häufig. Dies legt zumindest eine Umfrage beim Lehrerverband VBE nahe. Im Mai 2018 stellte der seine Ergebnisse von 1200 befragten Schulleitungen vor. Das schockierende Ergebnis für NRW: Rund 35 Prozent aller befragten Schulleiter gaben an, dass es an der Schule in den vergangenen fünf Jahren Gewalt gegen Lehrer gegeben habe.

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Damit ist NRW trauriger Spitzenreiter. Auch andere Zahlen aus dem Bericht lassen ein schreckliches Bild erahnen. Denn nicht nur körperliche, auch verbale Gewalt scheint an Schulen in NRW weit verbreitet zu sein.

Mehr als die Hälfte der befragten Schulleiter in NRW gab ab, an der Schule sei es bereits zu Drohungen, Beleidigungen und Mobbing gegenüber dem Lehrpersonal gekommen. Besonders betroffen sind, deutschlandweit, vor allem Haupt-, Real- und Gesamtschulen. Zwischen diesen wurde im Studiendesign jedoch nicht noch einmal unterschieden.

Immer wieder Fälle von Gewalt an Schulen

Gemeinsam mit der Veröffentlichung des Berichts forderte der Verband mit dem „Märchen vom Einzelfall“ aufzuräumen.

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In Deutschland und NRW gibt es immer wieder gewalttätige Angriffe von Schülern auf Lehrer:

  • Im August soll ein 15-Jähriger in Duisburg-Neudorf den Rektor seiner Schule krankenhausreif geschlagen haben >>> Link
  • Im Mai sollen Schüler einen Mordversuch an ihrem Chemielehrer geplant haben >>> Link
  • Eine Schulleiterin aus Berlin veröffentlich in ihrem Buch grausame Details zum Schulalltag >>> Link
  • 2018 setzte eine Schule in Berlin sogar eigens einen Wachdienst ein >>> Link

(dav)

 
 

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