Duisburg

Duisburg: Polizei beschlagnahmt Nobelkarossen vor Jobcenter – das passiert jetzt mit den Luxus-Schlitten

Die Polizei stellte mehrere Autos sicher.
Die Polizei stellte mehrere Autos sicher.
Foto: Polizei Duisburg

Duisburg. „Stütze“ beziehen und eine Luxuskarre fahren, das passt irgendwie nicht zusammen. Dachte sich auch die Polizei und legte sich nach Hinweisen vor den Jobcentern in Duisburg und Stadtmitte auf die Lauer.

Sieben Luxuskarossen stellten die Polizisten bei der Kontrolle sicher. „Das war die erste Kontrolle dieser Art. Aber das Ergebnis zeigt, dass es sich gelohnt hat“, so Polizeisprecher Ramon van der Maat (59).

Polizei beschlagnahmt Luxuskarren vor Jobcenter: So geht es mit den Autos jetzt weiter

Doch was passiert mit den teuren Autos der mutmaßlichen Sozialhilfeempfänger jetzt?

Der Polizeisprecher erklärt: „Die Autos bleiben erstmal hier bei dem Abschlepp-Unternehmen, bis das Verfahren abgeschlossen ist.“ Die Kripo ermittelt jetzt wegen des Verdacht des Sozialleistungsbetrugs.

Es müsse geprüft werden, ob die Arbeitslosen die Luxus-Wagen möglicherweise geerbt haben oder ob weitere Strafbestände erfüllt wurden.

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Veräußerungen können schnell gehen

Sollte einer der Langzeit-Arbeitlosen tatsächlich der Besitzer eines der teuren Autos sein, würden die Autos wohl endgültig eingezogen. „Eine sogenannte vermögensabschöpfende Maßnahme“, so Jennifer König (31), Sprecherin der Staatsanwaltschaft Duisburg gegenüber „Bild“.

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Solche Notveräußerungen könnten schnell gehen. Denn der derzeitige Stellplatz muss bezahlt werden und das Auto verliere schnell an Wert, so König weiter.

Harte Strafen drohen

Mit dem Erlös aus den Justizaktionen könnten zu Unrecht bezogene Gelder verrechnet werden. Doch das ist nicht alles, was den mutmaßlichen Sozialschmarotzern droht. Ihnen droht ein Strafverfahren wegen Betrugs. Die Strafen variieren von einer Geldstrafe bis hin zu zehn Jahren Haft im gewerbsmäßigen Fall.

 
 

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