Duisburg

Liebe Bahnfahrer, tief durchatmen! Der Duisburger Hauptbahnhof wird noch viel später fertig, als gedacht – und wohl auch teurer

So könnte der Hauptbahnhof aussehen, wenn er fertig ist.
So könnte der Hauptbahnhof aussehen, wenn er fertig ist.
Foto: DB Station&Service AG

Duisburg. Pendler im Ruhrgebiet, ihr müsst jetzt stark sein. Ja, auch ihr liebe Duisburger – bitte tief durchatmen.

Die Umbauarbeiten zur „Welle“ am Hauptbahnhof Duisburg starten frühestens im Herbst 2022. Wie die Deutsche Bahn am Donnerstag verkündete, steht nur der genaue Plan für die Modernisierung fest.

Die alte Dachkonstruktion ist in einem desolatem Zustand. Sie sieht scheußlich aus, überall tropft es durch und die Scheiben sind mit Panzertape geflickt. Eine neue, schicke, wellenförmige Halle soll die Konstruktion von 1933 ersetzen.

Im Herbst 2018 hatte die Bahn verkündet, dass der geplante Baustart für den Umbau im Jahr 2019 geplatzt ist. Der Grund: Die Angebote seien unwirtschaftlich gewesen – der Kostenrahmen hätte sich mehr als verdoppelt. Daher wird erst 2021 ein neues Ausschreibungsverfahren angestoßen.

Hauptbahnhof Duisburg: Modernisierung verzögert sich

Dass alle Angebote bei der Ausschreibung deutlich über dem geplanten Budget liegen lässt befürchten, dass neben dem Zeitplan auch der Kostenrahmen möglicherweise nicht zu halten ist. Die Ausführungsplanung wird das Unternehmen bis Ende 2020 nun selbst übernehmen.

„Mit der Erstellung der Ausführungsplanung versetzen wir den zukünftigen Auftragnehmer in die Lage, direkt mit dem Bauen zu beginnen. In der aktuellen Marktlage ist dies ein entscheidender Vorteil“, so NRW-Bahnchef Stephan Boleslawsky. Somit könne nach der Vergabe der Bauleistung 2022 mit der Modernisierung begonnen werden.

Denn wichtig ist auch: In der Zeit müssen Sperrpausen eingeräumt werden. Immerhin ist die Strecke sehr stark frequentiert. Wird die Gleishalle erstmal neu gebaut, werden auch die Oberleitungen des Hauptbahnhofes und des Gleisvorfeldes modernisiert.

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Kleine Reparaturarbeiten laufen bereits

Bis dahin plant die Bahn allerdings zahlreiche Maßnahmen: Aktuell werden Schäden im Dach behoben. „Die Arbeiten werden voraussichtlich bis Ende 2019 abgeschlossen sein – derzeit wird das alte Dach auf Bahnsteig 1/2 repariert“, verkündet die Bahn. Bis Mai folgen neue Sitzbänke und neue Wetterschutzhäuser, die den Komfort steigern sollen.

In Zuge dessen werden auch Unebenheiten im Bahnsteigbelag beseitigt.

Möbel und Design sollen sich ergänzen

Passend zum Wellendach sollen wellenförmige Betonmöbel, Beklebung der Bahnhofsbauten, Gestaltungselemente auf den Bahnsteigen und eine interaktive Infowand das Bild vervollständigen. Eine gelungene Abwechslung für alle Fahrgäste, gucken sie sonst eher auf notdürftig zusammengeklebte Dachelemente und Vogelkot.

Die Bahn betont, dass bereits Mitte 2016 „Vorabmaßnahmen zur Modernisierung der Gleishalle begonnen“ hatten. Die Kampfmittelsondierung ist abgeschlossen, Entwässerungsanlagen sind erneuert. Kostenpunkt bisher: 10 Millionen Euro.

 
 

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