Duisburg

Bahn-Chaos im Revier: Duisburger Hauptbahnhof nach Fan-Krawalle wieder frei – ein Schwerverletzter!

Am Duisburger Hauptbahnhof kam es zu Ausschreitungen zwischen Fans von KFC Uerdingen und Hansa Rostock.
Am Duisburger Hauptbahnhof kam es zu Ausschreitungen zwischen Fans von KFC Uerdingen und Hansa Rostock.
Foto: Rene Anhuth/ ANC-NEWS

Duisburg. Derby-Zeit im Ruhrgebiet. Alles schaut nach Gelsenkirchen, weil der FC Schalke 04 auf Borussia Dortmund trifft. Doch auch in anderen Städten wird an diesem Samstag Fußball gespielt.

So auch in Duisburg. Dort trägt in dieser Saison nicht nur der MSV Duisburg sondern auch der KFC Uerdingen seine Heimspiele aus. Schon vor Anpfiff der Partie des Klubs von Ex-BVB-Star Kevin Großkreutz gegen Hansa Rostock kam es am Samstagmittag zu hässlichen Szenen. Am frühen Abend war wegen einer heftigen Schlägerei sogar der Duisburger Hauptbahnhof zeitweise gesperrt.

Am Abend konnte die Polizei Entwarnung geben. Gegen 20 Uhr konnten die Gleise 11 und 12 wieder freigegeben werden. Es wird wegen fahrlässiger Körperverletztung ermittelt.

KFC Uerdingen gegen Hansa Rostock: Krawalle und Verletzte

Ausgangspunkt der Krawalle: Zwei Busse gefüllt mit Gästefans waren laut Polizei vor dem Spiel falsch abgebogen und landeten im Eingangsbereich der Heimfans. Plötzlich standen sich etwa 80 Rostocker und 80 Krefelder Fans gegenüber.

Die Polizei hatte große Mühe, die beiden Fangruppen voneinander zu trennen. Bei der Auseinandersetzung gab es mehrere Leichtverletzte, darunter auch zwei Polizisten. Weil Teile der Hansa-Fans ihre Personalien nicht abgeben wollten, nahmen die Beamten sie kurzerhand mit aufs Präsidium.

Davon bekamen etwa 300 Gästefans Wind und verließen aus Protest das Stadion, nicht ohne vorher noch Mülleimer in Toiletten des Gästebereichs abzufackeln. Später sollte die Situation am Duisburger Hauptbahnhof erneut eskalieren.

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Hansa-Fan aufs Gleis geprügelt

Bei der Abreise der Fans kam es am Duisburger Hauptbahnhof erneut zu heftigen Auseinandersetzungen. Mit schlimmen Ausgang. Ein Fan soll bei der Prügelei vom Bahnsteig gestürzt sein.

Er landete zwischen einem stehenden Zug und dem Bahnsteig und verletzte sich dabei schwer, „aber nicht lebensgefährlich“, wie ein Sprecher der Duisburger Polizei gegenüber DER WESTEN sagte. Es soll sich seinem Kenntnisstand zufolge um einen Fan von Hansa Rostock handeln.

Die Duisburger Polizei unterstützte die Bundespolizei am Hauptbahnhof mit einer Hundertschaft, um die Fans vom KFC Uerdingen und Hansa Rostock voneinander zu trennen.

Duisburger Hauptbahnhof nach Krawalle gesperrt

Wegen des Polizeieinsatzes war der Zugverkehr am Duisburger Hauptbahnhof vorübergehend eingestellt.

Die Polizei stellt am Abend die Personalien aller Personen am Gleis fest und befragt Zeugen, um zu ermitteln, was genau vorgefallen ist. Am Abend teilte die Polizei mit, dass lediglich noch der betroffene Bahnsteig (Gleis 10 und 11) gesperrt ist. Später konnte die Sperrung aufgehoben werden.

Diese Bahnlinien sind betroffen

Von der Sperrung des Duisburger Hauptbahnhofs waren zuvor zahlreiche Bahnlinien betroffen. Dazu zählten die Züge der Linien RE1, RE2, RE5, RE6, RE11, RE42, RB33, S1 und S2.

Zunächst wurde der komplette Bahnverkehr aller Linien eingestellt. Die Züge mussten an den Bahnhöfen warten. Danach wurden Umleitungen zwischen Wattenscheid und Düsseldorf eingerichtet.

Wie die Deutsche Bahn mitteilte, verkehren die Züge aller Linien mittlerweile wieder auf dem Regelweg.

Trotzdem müssen Bahnreisende auch am frühen Abend weiter mit Verspätungen rechnen. Das betrifft auch Fans des FC Schalke 04 und Borussia Dortmund, die nach dem Derby in Richtung Düsseldorf reisen.

Bei Schalke gegen Dortmund bleibt alles friedlich

Beim Derby zwischen FC Schalke 04 und Borussia Dortmund blieb es dagegen friedlich. Die Polizei zog eine positive Bilanz. „Die friedlichen Anhänger beider Vereine haben heute gezeigt, wie ein gewaltfreies und stimmungsvolles Derby aussehen kann“, lobte die Polizei. Es kam lediglich zu einigen kleineren Zwischenfällen und Auseinandersetzungen.

Es kam zu vier Ordnungswidrigkeitenanzeigen und 24 Strafanzeigen, so die Polizei. Eine Person wurde in Gewahrsam genommen. Das Einsatzkonzept sei aufgegangen, teilte die Polizei mit.

 
 

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