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Duisburg: Gehaltsskandal! Sie kassierte horrende Summen – jetzt droht Ex-Chefin der Behindertenwerkstatt DAS

Duisburg: Die Ex-Chefin der Behindertenwerkstatt Roselyne Rogg könnte bald vor Gericht stehen.
Duisburg: Die Ex-Chefin der Behindertenwerkstatt Roselyne Rogg könnte bald vor Gericht stehen.
Foto: Jörg Schimmel / Funke Foto Services

Duisburg. Der Skandal um die ehemalige Chefin des Behindertenwerks Duisburg landet jetzt wohl bald vor Gericht!

Die Staatsanwaltschaft hat Roselyne Rogg angeklagt. Darüber hinaus findet sich womöglich auch der ehemaliger Aufsichtsratsvorsitzender der Werkstatt für Menschen mit Behinderung (WfMB), Reinold Spaniel, demnächst auf der Anklagebank wieder.

Duisburg: Anklage nach Skandal um Chefin der Behindertenwerkstatt

Im August 2018 war rausgekommen, dass Rogg als Chefin der Werkstatt für Menschen mit Behinderung horrende Summen verdiente. 376.000 Euro bezog sie jährlich, mehr als Bundeskanzlerin Angela Merkel. Sie hatte ihr Gehalt als angemessen betrachtet und sich auf ein Gutachten berufen.

Rogg, die 2009 zur Geschäftsführerin der Behindertenwerkstatt in Duisburg wurde, und dem Aufsichtsratvorsitzenden wird daher gemeinschaftlich besonders schwere Untreue in zwei Fällen vorgeworfen. Sie sollen im Juli 2013 und Juni 2016 den Aufsichtsrat bewusst nicht mit einbezogen haben und das im Rahmen den Vertrag der Geschäftsführerin zunächst von ursprünglich 120.000 Euro auf 150.000 Euro später auf 200.000 Euro erhöht haben.

Auch die Bezüge der privaten Altersvorsorge für die Geschäftsführerin sollen von 30.000 Euro auf 80.000 Euro und später auf 100.000 Euro erhöht worden sein. Über den gesamten Zeitraum hinweg soll es zudem bei einem vereinbarten zusätzlichen Plus von 15 Prozent des Jahresgehalts „bei Erfüllung der Zielvereinbarung“ geblieben sein.

Duisburger Behindertenwerkstatt mit mehr als halber Millionen Euro Schaden

Der Behindertenwerkstatt soll so ein Schaden von 559.750 Euro entstanden sein, heißt es von der Staatsanwaltschaft.

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„Die Unangemessenheit der Höhe des Geschäftsführergehalts sei den Angeklagten hierbei bewusst gewesen. Aus diesem Grunde hätten sie den Aufsichtsrat der Gesellschaft beim Abschluss der Geschäftsführerverträge bewusst umgangen“, heißt es in der Anklage.

+++ Skandal um Duisburger Ex-Werkstatt-Chefin weitet sich aus – Rogg gönnte sich Firmenwagen mit 354 PS +++

Das Gericht prüft derzeit die Vorwürfe im sogenannten Zwischenverfahren und wird über die Zulassung der Anklage zur Hauptverhandlung entscheiden.

Den Angeklagten drohen Freiheitsstrafen von sechs Monaten bis zu zehn Jahren. (ms)

 
 

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