Duisburg findet keinen Investor fürs Eurogate im Innenhafen

Oliver Schmeer
Hinter der Treppensichel liegt das Eurogate-Gelände, für das Duisburg keinen Investor findet.
Hinter der Treppensichel liegt das Eurogate-Gelände, für das Duisburg keinen Investor findet.
Foto: Hans Blossey
Das Eurogate-Gelände im Duisburger Innenhafen ist ein echter Ladenhüter. Jetzt tüftelt man man daran, wie man das Areal marktgängiger machen kann.

Duisburg. Die Stadt findet einfach keine Investoren für das rund 12.000 Quadratmeter große Eurogate-Grundstück an der Holzhafen-Treppenanlage. Bei der erneuten Ausschreibung des einst als Filetgrundstück gefeierten Areals hat sich bis Fristende November kein Investor beworben.

Dabei war die Stadt schon mit dem Preis auf 4,5 Mio. Euro runter gegangen und hatte die Verkaufs- und Planungsbedingungen erleichtert. 2012 hatten die Essener Kölbl + Kruse Eurogate nach vergeblicher Projektentwicklung zurückgegeben.

1,5 Millionen Euro für die Fertigstellung der Treppe

Es gab jetzt zwar Interessenten, aber keine Gebote. In vielen Gesprächen habe sich herauskristallisiert, dass vor allem die Größe der geplanten Immobilie von potenziellen Investoren als „problematisch angesehen wurde“, so die Stadt. 35.000 qm Nutzfläche sahen die ersten Pläne vor, die einen spektakulären Sichelbau an der Treppe skizziert hatten.

Auch die im zweiten Anlauf ermöglichte abschnittsweise Bebauung fruchtete offenbar nicht. Die Stadt will nun in Abstimmung auch mit dem Land prüfen, wie eine „marktgerechtere Anpassung der Rahmenbedingungen“ eine Grundstücksvergabe ermöglichen kann. Zugleich muss die Stadt noch 1,5 Mio € in die endgültige Fertigstellung der Treppe stecken, die schon im „Schwarzbuch“ des Steuerzahlerbundes unrühmliche Erwähnung fand.