Duisburg feierte vier Tage lang

Jörg Bausch begeisterte seine vielen Fans beim Stadtfest.
Jörg Bausch begeisterte seine vielen Fans beim Stadtfest.
Foto: WAZ FotoPool
Von Donnerstag bis Sonntag fand das Füchse-Stadtfest in der Duisburger Innenstadt zum dritten Mal statt. Vor den drei Bühnen tummelte sich ein sehr großer Teil der Duisburger. Inzwischen dürfte längst klar sein, dass die Party von der Stadt angenommen wurde.

Duisburg.. Es gibt Rock-Festivals, Hip-Hop-Feste und Schlager-Partys. Das hat alles etwas für sich, die programmatische Stärke des Füchse-Stadtfestes in Duisburg ist jedoch eine andere: „Wir wollen hier jedes Jahr ein qualitativ hochwertiges Programm auf die Beine stellen, bei dem sich jeder wiederfinden kann“, erklärt Ralf Pape, der das Stadtfest aus der Taufe gehoben hat.

„Ich bin jedes Jahr hier“, erzählt Schlager-Fan Kevin Schlimme, der am Samstagabend sein Stadtfest-Highlight erlebt. Erst lässt Tim Toupet den Flieger starten, danach hat Jörg Bausch seinen großen Auftritt. Bausch, im deutschen Pop-Schlager die derzeit ganz große Nummer, hatte sein Publikum voll im Griff. Da konnte auch der zwischenzeitliche Sound-Ausfall nichts dran ändern.

Für Kevin Schlimme ist aber nicht nur das Musik-Programm ein Grund, die Veranstaltung zu loben: „Ich finde vor allem gut, dass es hier so ruhig ist, es gibt kaum mal Stress“, sagt er. Am Samstagabend fiel ein etwas angetrunkener Besucher der Hitze zum Opfer, ansonsten hatte auch der Rettungsdienst hinter der Pape-Bühne am König-Heinrich-Platz ein entspanntes Wochenende im Schatten.

Zwischen zwei Bühnen

Das Publikum hatte sich trotz der Hitze vor allem am Freitag und Samstag stetig zwischen den drei Bühnen bewegt. Je nachdem, wo grade etwas lief, wanderten die Zuschauer von Konzert zu Konzert. Und geboten wurde dabei einiges: Am Samstagabend wusste Ray Wilson auf der Pape-Bühne zu überzeugen. Der Schotte gehört zur Kategorie der Musiker, über die viele sagen „Hat der nicht mal...?“ und dann ins Stocken geraten. Ray Wilson war Nachfolger als Frontmann von Phil Collins bei Genesis. Nicht alle Fans der Ex-Band von Peter Gabriel hat der Wechsel damals traurig gemacht: „Ray Wilson ist besser als Phil Collins gewesen“, meint sogar Irmgard Müller, die extra aus Ost-Westfalen nach Duisburg kam, um das Stadtfest zu besuchen.

Zwischen den Bühnen herrscht Volksfest-Atmosphäre. Auch zu später Stunde sind noch viele Kinder zwischen den Ständen unterwegs. Es sind schließlich Sommerferien und das Taschengeld muss irgendwie durchgebracht werden. Ralf Pape ist sehr zufrieden mit dem Zuspruch für sein „Baby“. das gilt nicht nur für das Publikum, sondern auch für die Unterstützung der Stadt. „Die stehen voll hinter uns“, sagt Pape und ergänzt: „Auch die Zusammenarbeit mit Peter Joppa und dem Frischekontor in unserer Veranstaltergemeinschaft klappt wunderbar.“ Ob und wie es in den nächsten Jahren weitergeht, ist für ihn immer eine Frage der Sponsoren. Das nächste Jahr ist aber wohl gesichert. Dann soll zwischen dem 16. und 19. Juli wieder gefeiert werden.