Duisburg

Duisburg: Fahnder observieren Haus – als sie zuschlagen, findet sie eine besondere „Küche“

Der Zoll hat in einem Duisburger Wohnhaus eine illegale Wasserpfeifentabak-Produktionsstätte ausgehoben. (Symbolbild)
Der Zoll hat in einem Duisburger Wohnhaus eine illegale Wasserpfeifentabak-Produktionsstätte ausgehoben. (Symbolbild)
Foto: FUNKE Foto Services

Duisburg. Schlag gegen Wasserpfeifentabak-Fälscher in Duisburg!

Der Zoll stellte bereits in der vergangenen Woche mitten in Duisburg insgesamt 111 kg illegalen Wasserpfeifentabak sicher. Hinzu kamen 2,1 kg unversteuerten Pfeifentabak, 1.900 unversteuerte Zigaretten der Marke „Gold Classic“.

Duisburg: Zollfahnder entdecken illegale Wasserpeifentabak-Produktionsstätte in Wohnhaus

Neben Materialien und Geräte zur Herstellung von Wasserpeifentabak wurde auch über 275 kg Glycerin und über 50 Liter Aroma aufgefunden.

Die Ermittler des Zollfahndungsamtes Essen waren durch einen Hinweis auf eine „Küche“ in dem Wohnhaus in der Altstadt von Duisburg aufmerksam geworden. Sie observierten das Haus und konnten die Anlieferung von über 125 Litern Glyzerin beobachten.

Mit einem Durchsuchungsbeschluss der Staatsanwaltschaft wurde die Wohnung ausgehoben, sie war extra zur Produktion von illegalem Wasserpfeifentabak hergerichtet und dafür ausgestattet.

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„Der Wasserpfeifentabak wurde in Töpfen angemischt, in Plastikboxen gelagert und sollte augenscheinlich in gefälschte Markenverpackungen abgefüllt und als solcher vertrieben werden“, so Heike Sennewald, Pressesprecherin des Zollfahndungsamtes Essen.

Die beiden „Köche“ (33 und 19 Jahre) aus Essen wurden in der Wohnung angetroffen.

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Während die Fahnder die Wohnung durchsuchten, erschien erneut das zuvor beobachtete Anlieferungsfahrzeug. Als Insassen wurden ein 47-jähriger Wuppertaler und als Beifahrer ein 34-jähriger Essener identifiziert.

Großer Fund in Wohnhaus eines Verdächtigen

Bei der anschließenden Durchsuchung der Wohnung eines der Tatverdächtigen in Essen fanden die Zollfahnder noch 106 kg gefälschten unversteuerten Wasserpfeifentabak sowie unversteuerten Wasserpfeifentabak und Pfeifentabak und gefälschte Verpackungen „Al Fakher“.

„Aus den sichergestellten Vormaterialien hätte circa 1 Tonne illegaler Wasserpfeifentabak hergestellt werden können“, erklärt Heike Sennewald. Gegen die vier Tatverdächtigen läuft nun ein Ermittlungsverfahren wegen Steuerhinterziehung, sie bleiben auf freiem Fuß. Die weiteren Ermittlungen führt das Zollfahndungsamt Essen. (ms)

 
 

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