Duisburg: Kneipen-Betreiber verkaufen jetzt DIESES Produkt – „Wollen nicht nur Spenden annehmen“

Die Betreiber des „Fährmann“ in Duisburg haben während des Corona-Lockdowns eine neue Einnahmemöglichkeit entwickelt.
Die Betreiber des „Fährmann“ in Duisburg haben während des Corona-Lockdowns eine neue Einnahmemöglichkeit entwickelt.
Foto: Tanja Pickartz / FUNKE Foto Services

Corona-Not macht erfinderisch: Seit Anfang November sind in Duisburg Restaurants, Bars und Kneipen dicht – und die finanziellen Einbußen für die Betroffenen enorm.

Doch die Betreiber des „Fährmann“ in Duisburg-Neudorf haben sich jetzt eine neue Einnahmequelle einfallen lassen.

Duisburg: Kneipen-Besitzer leiden unter Corona-Lockdown

Der „Fährmann“ in Duisburg ist eine Institution mit Geschichte. Nachdem die Kneipe erst im Sommer von den neuen Besitzern Christian Rademaker, Lennart Tappe und Lukas Selic übernommen wurde, musste das Lokal nur einen Monat nach der Wiedereröffnung im Oktober schließen.

Besonders schwierig: Wegen der Neu-Eröffnung unter Corona-Bedingungen fällt der „Fährmann“ aus der staatlichen Förderung.

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Das ist Duisburg:

  • fünftgrößte Stadt in NRW
  • hat rund 498.686 Einwohner (Stand: Dezember 2019)
  • besteht aus sieben Stadtbezirken
  • Duisburger Hafen gilt als größter Binnenhafen der Welt
  • fast ein Drittel des in Deutschland erzeugten Roheisens stammen aus den acht Duisburger Hochöfen
  • Sehenswürdigkeiten unter anderen: Landschaftspark Duisburg-Nord, Tiger & Turtle – Magic Mountain, Sechs-Seen-Platte
  • Oberbürgermeister ist Sören Link (SPD)

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„Uns war das Risiko bewusst, jedoch haben wir nicht mit einem so umfangreichen und langfristigem zweiten Lockdown gerechnet“, so Christian Rademaker zu DER WESTEN. Aktuell „verbrennen wir jeden Monat, den wir geschlossen bleiben, Geld“ – und investieren private Rücklagen.

Trotzdem bereuen sie ihre Entscheidung nicht, „denn der 'Fährmann' gehört zu Duisburg.“ Es komme daher nicht in Frage, aufzugeben – stattdessen haben die Betreiber in einem neuen Online-Shop verschiedene Möglichkeiten geschaffen, finanzielle Unterstützung zu erhalten.

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Duisburg: „Wir wollen zeigen, dass wir nicht nur Spenden annehmen, sondern dafür auch etwas zu bieten haben“

So gibt es seit Dienstag im „Fährmann“-Onlineshop limitierte Schutzmasken (von den Betreibern „Trinkschutz“ getauft) zu kaufen.

Ursprünglich waren die Masken im Design der Bar nur die für Mitarbeiter vorgesehen, aber: „Da sich die Maske mittlerweile in unseren Alltag eingeschlichen hat, fanden wir es eine passende Idee“, erklärt Christian Rademaker.

Für die Jung-Wirte ist es eine Möglichkeit, allen „'Fährmann'-Fans“ etwas zurück zu geben: „Wir wollen zeigen, dass wir nicht nur Spenden annehmen, sondern dafür auch etwas zu bieten haben.“

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Das Design der Maske stammt von den „Fährmann“-Besitzern selbst, hergestellt wird der Corona-Schutz ebenfalls bei einer Firma in Duisburg.

Wer kein Interesse an einer Atemmaske hat, aber die Kneipe trotzdem unterstützten möchte, kann sich im Onlineshop als Deckelpate anmelden – oder ab dem 12. Dezember persönlich beim „Fährmann“ in Duisburg vorbeigehen, der ab dann jeden Samstag von 15 bis 20 Uhr Glühwein to go anbietet.