Duisburg

Duisburg: Ehemaliger Werkstatt-Mitarbeiter berichtet von kruder Reise in die USA

Ein ehemaliger Mitarbeiter erzählt neue Details über die Methoden von Roselyne Rogg. (Archivbild)
Ein ehemaliger Mitarbeiter erzählt neue Details über die Methoden von Roselyne Rogg. (Archivbild)
Foto: Kerstin Bögeholz / Funke FotoServices

Duisburg. Der Skandal um die geschasste Ex-Werkstatt-Chefin Roselyn Rogg (54) ist um ein weiteres Kapitel reicher. Ein Ex-Mitarbeiter packt nun gegenüber der Rheinischen Post aus und erzählt von einem Trip nach Los Angeles.

Dort hatten im Sommer 2015 die „Special Olympics“ stattgefunden. Mit dabei: eine junge, behinderte Judokämpferin, die in der Duisburger Werkstatt für behinderte Menschen arbeitet. Klar, die Athletin sollte nicht alleine reisten.

Duisburg: Ex-Mitarbeiter packt über Trip in die USA aus

Als Roselyn Rogg hingegen eine 19-köpfige Delegation bestimmte, zeigte sich der ehemalige Mitarbeiter stark verwundert. Als er seine Chefin darauf aufmerksam machte, dass die Reise doch recht teuer werde, soll diese lapidar geantwortet haben: „Geld spielt keine Rolle.“

Später errechnet der Angestellte, „dass die ganze Aktion bestimmt zwischen 80.000 und 100.000 Euro gekostet haben müsste.“

Der Rheinischen Post schildert er, dass er später nur noch „mit Magenschmerzen zur Arbeit gefahren“ sei. Schließlich sei das Arbeitsverhältnis einvernehmlich aufgelöst worden.

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Roselyn Rogg wegen zu hoher Gehälter im Fokus

Die 54-jährige Rogg war massiv in die Kritik geraten, als die Höhe ihres Gehalts an die Öffentlichkeit gelangt war. 376.000 Euro bezog sie jährlich. Die Werkstatt-Chefin zeigte später wenig Verständnis, sie halte ihr Gehalt für angemessen.

Wirtschaftsprüfer jedoch hatten ihre Bezüge als viel zu hoch deklariert. Normal seien in dieser Position zwischen 150.000 und 180.000 Euro.

Zudem war das Vertrauensverhältnis zwischen dem Aufsichtsrat und Roselyne Rogg irreparabel zerstört, da „dem Aufsichtsrat ganz bewusst die am 10. Juli 2013 ausgesprochene Vertragsverlängerung, nicht jedoch die zugleich unterzeichnete Vergütungsanhebung vorgelegt wurde.“

Die Stadt Duisburg glaubte später an einen bewussten Verstoß gegen die Statuten der WfbM.

 
 

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