Duisburg

Duisburg: Bombendrohung gegen Moschee – Polizei sperrt den Bereich in Marxloh ab

In Duisburg-Marxloh musste eine Moschee geräumt werden. (Symbolbild)
In Duisburg-Marxloh musste eine Moschee geräumt werden. (Symbolbild)
Foto: imago images / Revierfoto

Duisburg. Nach einer Bombendrohung musste die Ditib-Moschee in Duisburg-Marxloh am Montag evakuiert und weitgehend abgesperrt werden.

Am Vormittag gegen 10.30 Uhr war beim Vorstand der Merkez-Moschee eine E-Mail eingegangen, in der die Zündung eines Sprengkörpers in der Moschee in Duisburg am Nachmittag angekündigt worden war. Die E-Mail war mit „Combat 18“ unterzeichnet, so die Polizei. Deshalb gehen die Beamten von einem rechtsextremistischen Hintergrund aus.

Duisburg: Polizei mit Sprengstoffspürhund im Einsatz

Die Verantwortlichen alarmierten die Polizei Duisburg, die die Moschee räumte und das Gebiet weiträumig absperrte. Bei der Durchsuchung wurde auch ein Sprengstoffspürhund eingesetzt. Um 14.30 Uhr war die Durchsuchung abgeschlossen, es wurden keine verdächtigen Gegenstände gefunden.

Die Moschee wird laut Verantwortlichen am Montag geschlossen bleiben und erst am Dienstag wieder geöffnet werden.

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Duisburg Bombendrohung: Mehrere Drohungen gegen Moscheen in NRW

Im Juli hatte es in Nordrhein-Westfalen innerhalb einer Woche bereits zwei Bombendrohungen gegen Moscheen gegeben. Zuerst war bei der Ditib-Zentralmoschee in Köln eine Drohung eingegangen, zwei Tage später erhielt der Vorstand der türkischen Moschee in Iserlohn dann eine Drohmail.

Nachdem die Moscheen mithilfe von Hunden abgesucht worden waren, gab es in beiden Fällen gab es Entwarnung (mehr dazu hier).

Ob ein Zusammenhang besteht, soll jetzt der Staatsschutz NRW ermitteln.

„Combat 18“ gilt als bewaffneter Arm des Neonazi-Netzwerks „Blood and Honour“. Die Organisation ist in vielen Ländern Europas aktiv und weist auch terroristische Strukturen auf (cs)

 
 

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