Wie ein einzelner Mann (21) drei Mal hintereinander den Bahnverkehr rund um Duisburg lahmlegte

Es gab am Freitag stundenlange Verspätungen rund um Duisburg. (Archivbild)
Es gab am Freitag stundenlange Verspätungen rund um Duisburg. (Archivbild)
Foto: FUNKE Foto Services

Jetzt ist klar, warum am Freitag immer wieder Bahnstrecken bei Duisburg gesperrt waren: Grund war ein psychisch kranker Mann (21), der sich drei Mal an einem Tag auf den Gleisen aufhielt. Die Bundespolizei musste den Mann immer wieder suchen.

Züge warteten in den Bahnhöfen. Zwischen 7.02 Uhr und 12.45 Uhr gab stundenlange Verpätungen.

So verlief der Freitagmorgen aus Sicht der Bundespolizei:

7.02 Uhr: Ein Triebfahrzeugführer kommt mit der Nord-West-Bahn in Duisburg-Rheinhausen nur mit einer Schnellbremsung vor dem jungen Mann im Gleis zum Stehen. Der Mann entfernt sich in Richtung Rheinhausen-Ost. Ein Diensthundeführer der Bundespolizei sucht mit seinem Diensthund die Strecke sowie die umliegende Umgebung nach dem Mann ab. Vergeblich.

11.18 Uhr: Ein Fahrdienstleiter meldet, dass sich in Duisburg-Hochfeld-Süd vermutlich die gleiche Person im Gleisbereich aufhält. Auch diese Strecke wird gesperrt und von der Landespolizei und Bundespolizei abgesucht. Auch hier finden sie niemanden.

12.03 Uhr: Im Vorbahnhof des Duisburger Hauptbahnhofs wird der Mann erneut gesichtet. Ein Triebfahrzeugführer verlässt nach der Gleissperrung seinen Zug und verfolgt den Gleisläufer bis in den Duisburger Hauptbahnhof. Auf dem Bahnsteig 5 stellt ihn der Lokführer der S1. Er wird an die Bundespolizei übergeben.

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Bundespolizei ruft Arzt hinzu – der entscheidet: Psychiatrie

Die Beamten stellen fest, dass der junge Mann unter psychischen Problemen leidet. Daraufhin wird er dem Ordnungsamt und dem sozialpsychiatrischen Dienst vorgeführt. Der Arzt entscheidet, den 21-Jährigen in eine psychiatrische Klinik einzuweisen.

Jetzt läuft gegen den jungen Mann ein Strafverfahren aufgrund des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr. (lin)

 
 

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