Duisburg

Duisburg: Bach soll umgestaltet werden – wie Anwohner DARAUF reagieren, verändert alles

So grün und schön: Das Ruhrgebiet von oben

DER WESTEN ist für dich in den Heißluftballon gestiegen und hat das Ruhrgebiet von oben gefilmt.

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Duisburg. Riesen-Posse in Duisburg!

In Duisburg-Wedau soll ein 850 Meter langer Bachabschnitt umgestaltet, der geradlinige Verlauf des Baches gekrümmt werden, um so „den ökologischen Nutzen für Pflanzen und Tiere“ zu erhöhen. Doch die Anwohner aus Duisburg-Wedau laufen Sturm gegen das Projekt, denn: Um überhaupt die Fahrzeuge für den Umbau zum Ufer des Bachs zu ebnen, sind über 100 Bäume gefällt worden!

Duisburg: Bach soll umgestaltet werden – die Reaktion der Anwohner verändert alles

Darüber berichtet der „Wochenanzeiger“. Eigentlich hätte das Projekt fortgesetzt werden sollen, doch die Anwohner haben nach der Abholzung die Reißleine gezogen. Einer von ihnen erläutert die rabiate und ungewöhnliche Protestaktion: „Wir haben uns vor den Bagger gestellt, ein anderes Mittel blieb uns nicht übrig.“

Nicht etwa Öko-Aktivisten oder „Greenpeace“-Demonstranten sorgen so für einen spektakulären Baustopp – sondern ganz normale Anwohner! Und DIE fordern: „Stoppt sinnloses Abholzen für einen trockenen Bach!“

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Das ist die Stadt Duisburg:

  • frühste schriftliche Erwähnung im Jahr 883
  • fünftgrößte Stadt in NRW
  • hat rund 498.686 Einwohner (Stand: Dezember 2019)
  • besteht aus sieben Stadtbezirken
  • Duisburger Hafen gilt als größter Binnenhafen der Welt
  • fast ein Drittel des in Deutschland erzeugten Roheisens stammen aus den acht Duisburger Hochöfen
  • Sehenswürdigkeiten unter anderen: Landschaftspark Duisburg-Nord, Tiger & Turtle – Magic Mountain, Sechs-Seen-Platte
  • Oberbürgermeister ist Sören Link (SPD)

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Ein trockener Bach? Wie kann das denn sein? Anwohner Jens Salbert: „Der Dickelsbach führt knapp neun Monate im Jahr kein Wasser. Wieso will man einen meist trockenliegenden Bach umgestalten? Diesen Mückentümpel.“

Man ist auch enttäuscht darüber, dass die Wirtschaftsbetriebe-Duisburg (WB-DU), die für die Umgestaltung verantwortlich sind, nicht mit den betroffenen Anwohnern gesprochen habe. Es habe zwar einen Brief gegeben, doch in ihm hatten wichtige Details wie der Umfang der Maßnahmen oder die notwendigen Abholzungen komplett gefehlt oder sind nur umschrieben worden.

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Wirtschaftsbetriebe-Duisburg kündigen Annäherung an

WB-DU-Pressesprecher Volker Lange hat sich gegenüber dem „Wochenanzeiger“ einsichtig gezeigt, man hätte die Umgestaltungsmaßnahmen deutlicher kommunizieren können. Dennoch sei eine generelle Zustimmung der Anwohner nicht nötig, weil man zahlreiche Gutachten zur Umweltverträglichkeit eingeholt habe und zum Ergebnis gekommen sei, dass man mit dem Projekt trotz der gefällten Bäume eine „positive Ökobilanz“ erreiche.

Lange hat zudem eine Annäherung zu den Anwohnern angekündigt. Man werde neue Bäume pflanzen, und zwar mehr, als gefällt worden seien. Na, immerhin ein kleines Trostpflaster... (mg)

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