Duisburg

Babyleichen aus Duisburg: Die Suche der Polizei geht weiter – Beamte setzen Spürhunde ein

Nach Fund von Babyleichen in Duisburg: Die Polizei sucht weiterhin Altkleidercontainer in Duisburg mit Spürhunden ab.
Nach Fund von Babyleichen in Duisburg: Die Polizei sucht weiterhin Altkleidercontainer in Duisburg mit Spürhunden ab.
Foto: Roland Weihrauch/ dpa
  • Nach dem Fund einer Babyleiche in einem Container geht die Suche der Polizei weiter
  • Mutter streitet ab, mit der Tat etwas zu tun zu haben

Duisburg. Weiterhin ist unklar, ob es sich bei den beiden Babyleichen aus Duisburg um Zwillingsschwestern handelt.

Die Duisburger Ermittler warten immer noch auf Gewebematerial des in Polen in einem Altkleidersack gefundenen Babys. Dessen DNA soll mit der Erbinformation der Babyleiche verglichen werden, die in Duisburg in der Wohnung einer 35-Jährigen gefunden worden war.

Auch der Obduktions-Bericht des in Polen entdeckten Babys sei noch nicht eingetroffen, sagte ein Sprecher der Polizei Duisburg am Freitag.

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Babyleichen in Duisburg: Frau streitet Zusammenhang ab

Mitte November war in einer Altkleidersortieranlage in Polen die Leiche eines neugeborenen Mädchens entdeckt worden. Der Transport war aus Duisburg gekommen. Die Ermittler vermuten, dass das Baby in der Ruhrgebietsstadt in einen Container gelegt wurde.

Die Polizei bekam kurz darauf einen Hinweis auf eine Deutsche aus Duisburg. Bei der 35-Jährigen wurde dann ein weiteres totes Baby, ebenfalls ein Mädchen, entdeckt. Die Frau gab an, dieses Kind zur Welt gebracht zu haben, äußerte sich aber nicht zu dessen Tod.

Sie bestritt zudem, etwas mit dem toten Baby aus dem Altkleidercontainer zu tun zu haben. Ein Richter erließ Haftbefehl wegen Totschlags.

Polizei sucht weitere Altkleidercontainer ab

„Die Frau bestreitet nach wie vor, etwas mit dem in Polen aufgefundenen Baby zu tun zu haben“, sagte der Polizeisprecher weiter.

Da nicht ausgeschlossen werden könne, dass es sich um einen zweiten Fall handelt, würden die in Frage kommenden Altkleiderbehälter im Umkreis weiterhin mit Leichenspürhunden abgesucht.

Bislang waren die Hunde an 236 von insgesamt rund 300 Containern im Einsatz. Die Polizei bat die Bevölkerung erneut um Hinweise. (dpa/mb)

 
 

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