Duisburg

Duisburg: Baby Mia im Container entsorgt – Ermittler haben schreckliche Vermutung

Duisburg: Der Fall Mia - eine_Chronologie

Mitte November 2018 wird in Polen eine Babyleiche in einer Altkleidersortieranlage gefunden. Die Spur führt nach Duisburg. Noch immer ist unklar, wer die Mutter der kleinen "Mia" ist.

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Duisburg. Dieser schreckliche Fall bewegte ganz Duisburg: Vor knapp einem Jahr entdeckten Arbeiter in einer Altkleider-Sortieranlage im polnischen Kielce eine Babyleiche. Ermittlungen ergaben: Das Neugeborene war in einem Altkleider-Container in Duisburg entsorgt worden.

Diesen Freitag veröffentlichen die Ermittler nun erstmals Ergebnisse des Isotopengutachtens. Daraus geht hervor: Das tote Baby Mia hat seine Wurzeln in Duisburg. Mitarbeiter mehrerer Labore im In- und Ausland haben Gewebe- und Muskelproben des Mädchens genau unter die Lupe genommen.

Sie haben herausgefunden, dass zumindest die Mutter in Duisburg oder in der Umgebung gelebt hat. Dennoch bleibt weiterhin ein schrecklicher Verdacht.

Duisburg: „Mias Schicksal leider immer noch ungeklärt“

Denn in den Gewebeproben sind Stoffe gefunden worden, die zum Beispiel durch die Industrie nur in Duisburg im Boden und in der Luft vorkommen. Laut einer Polizeisprecherin sei aber nicht auszuschließen, dass sich die Mutter während der Schwangerschaft im Raum Duisburg aufgehalten hat. Eine abschließendes schriftliches Untersuchungsergebnis soll noch folgen.

Doch damit endet die Suche nicht. „Da Mias Schicksal leider noch immer ungeklärt ist, bitten wir Sie und insbesondere alle Duisburginnen und Duisburger erneut um Hilfe“, so die Polizei Duisburg.

Mutter könnte erneut ein Baby umbringen

Durch Zeugenhinweise gelangten die Ermittler bereits einmal auf eine heiße Spur. Im Stadtteil Rumeln fanden sie bei einer weiteren Frau einen toten Säugling in der Wohnung. Sie ist bereits wegen fahrlässiger Tötung verurteilt worden, hat aber mit dem Fall Mia nichts am Hut.

Damit ist die Gefahr jedoch nicht gebannt: „Einem Geschwisterkind von Mia könnte bei einer erneuten ungewollten Schwangerschaft der Mutter dasselbe Schicksal drohen“, warnt die Polizei.

Aus der Erfahrung wissen die Beamten, dass Mütter zum Neonatizid neigen - also der Kindstötung 24 Stunden nach der Geburt.

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Aufgepasst! Hast du diese Beobachtungen gemacht?

Daher bitten die Ermittler weiterhin, wachsam zu sein.

Ist dir eine Frau aufgefallen,

  • die letztes Jahr ihren Kleidungsstil geändert
  • sich sozial zurückgezogen
  • möglicherweise kräftezehrende Arbeiten oder Sport gemieden
  • und dann im Winter zu ihrem alten Kleidungstil und Verhalten zurückgefunden hat?

„Möglicherweise haben Sie diese Frau oder dieses junge Mädchen sogar auf eine Schwangerschaft angesprochen und sie hat mit Ausflüchten reagiert? Oder wissen Sie womöglich von einer Schwangerschaft oder einer Geburt?“, fragt die Polizei.

+++ Totes Baby „Mia“: Polizei bekommt neue Hinweise nach Veröffentlichung von diesem Foto +++

Jeden Hinweis nehmen die ermittelnden Beamten unter 0203 280-0 oder der Mail-Adresse mia@polizei.nrw.de entgegen. Zusätzlich will die Polizei aufklären und stellt unter https://duisburg.polizei.nrw/mia Informationsmaterial zu Verfügung.

 
 

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