Duisburg

Duisburg: 13-Jährige bei wilder Verfolgungsjagd auf Bürgersteig überfahren – Hammer-Urteil für Fahrer!

Das Landgericht Duisburg hat einen Mann zu einer langen Haftstrafe verurteilt. (Symbolfoto)
Das Landgericht Duisburg hat einen Mann zu einer langen Haftstrafe verurteilt. (Symbolfoto)
Foto: imago images / agefotostock

Duisburg. Jetzt hat er Zeit genug, sich über das Verbrechen in Duisburg Gedanken zu machen...

Wegen zweifachen Mordversuchs hat das Landgericht Duisburg einen Mann (27) zu einer Haftstrafe von elf Jahren verurteilt. Ein zweiter Angeklagter (24) ist dagegen freigesprochen worden.

Duisburg: Verfolgungsfahrt über Bürgersteig – Schülerin schwer verletzt

Rückblick: Am 29. Februar ist es in einem Café zu einem Streit zwischen Männern gekommen. Einer der Beteiligten (33), eines der beiden späteren Opfer, ist dann zu Fuß geflüchtet. Die beiden Angeklagten hatten ihn mit einem Mercedes verfolgt. Dabei hat der Fahrer, der 27-jährige Verurteilte, so viel Gas gegeben, dass er die Kontrolle verlor und in ein geparktes Auto gekracht ist. Die Fahrt hat er dann aber trotzdem fortgesetzt.

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Der Unterschied zwischen Mord und Totschlag:

  • Totschlag ist laut deutschem Strafrecht die vorsätzliche Tötung eines Menschen, die NICHT die Merkmale für Mord erfüllen
  • Mordmerkmale: Mordlust, Befriedigung des Geschlechtstriebs, Habgier, Heimtücke, Grausamkeit, Einsatz eines gemeingefährlichen Mittels, Ermöglichungsabsicht (um Straftaten begehen zu können), Verdeckungsabsicht (um Straftaten zu verdecken)
  • Freiheitsstrafe bei Totschlag: 5-15 Jahre
  • Freiheitsstrafe bei Mord: bei Feststellung der besonderen Schwere der Schuld lebenslänglich, bei verminderter Schuldfähigkeit oder Kronzeugenregelung weniger

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An einer Kreuzung hat er dann den Mercedes auf den Bürgersteig gesteuert und dabei eine 13-Jährige erfasst – und schwer verletzt. Sie hat schwere Bein- und Kopfverletzungen erlitten. Die Schülerin ist zweimal operiert worden, vor Gericht ist ihre Mutter als Nebenklägerin aufgetreten.

Eigentliches „Ziel“ wird über Haufen gefahren

Doch selbst nach dieser Horror-Tat ist das Auto weitergefahren, hat das „Ziel“ der beiden Wageninsassen, den 33-Jährigen, über den Haufen gefahren und auf die Motorhaube geladen. Bilder einer Überwachungskamera einer nahen Haltestelle zeigen, wie der Mercedes um die Ecke schlittert und den 33-Jährigen auf die Kreuzung schleudert. Auch er ist schwer verletzt worden.

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Die Irrfahrt ist dann an der nächsten Kreuzung beendet worden, als das Fahrzeug mit einem Auto zusammengekracht ist. Die Insassen sind glücklicherweise „nur“ leicht verletzt worden. Die beiden Angeklagten sind daraufhin zu Fuß geflüchtet, konnten am 4. März festgenommen worden.

Gericht sieht zwei Mordmerkmale erfüllt

Das Gericht hat zwei Mordmerkmale erkannt: die der Heimtücke, weil beide Opfer nicht mit diesem Angriff gerechnet hatten, sowie das Mitführen eines gemeingefährlichen Mittels. In diesem Fall der Mercedes, der als Waffe verwendet und nicht beherrscht werden konnte. Der Freispruch des Beifahrers wurde damit begründet, dass er keinen Einfluss auf den Fahrer gehabt haben soll. Schon während der Verhandlung hatte er beteuert, dass er den Hauptangeklagten „angeschrien“, dieser aber nicht reagiert hätte.

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Das Urteil ist noch nichts rechtskräftig, der zur Knaststrafe verurteilte 27-Jährige kann also noch in Revision gehen. (mg)

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