Drei Verdächtige nach brutaler Attacke auf Duisburger Stadtförster ermittelt

Am Böllertsee (auch auf dem Bild zu sehen) hatten die Schläger Förster Axel Freude angegriffen. Er hatte sie darauf aufmerksam gemacht, dass sie im Wald kein offenes Feuer verwenden dürfen
Am Böllertsee (auch auf dem Bild zu sehen) hatten die Schläger Förster Axel Freude angegriffen. Er hatte sie darauf aufmerksam gemacht, dass sie im Wald kein offenes Feuer verwenden dürfen
Foto: Christoph Reichwein / WAZ FotoPool
Nach der brutalen Attacke auf den Duisburger Stadtförster Axel Freude hat die Polizei die drei mutmaßlichen Schläger vernommen. Ein 19-Jähriger aus Großenbaum hatte sich gestellt und die Namen zweier Mittäter verraten. Die jungen Männer erwartet ein Verfahren wegen gefährlicher Körperverletzung.

Duisburg. Die Täter, die am Böllertsee Stadtförster Axel Freude angegriffen haben sollen, sind ermittelt. Bereits am Dienstag habe sich 19-jähriger Großenbaumer auf der Polizeiwache in Buchholz gemeldet und gestanden, dass er und zwei weitere junge Männer den Förster mit Schlägen und Tritten verletzt hatten. Das teilte die Polizei am Donnerstagmittag mit.

Die jungen Männer aus dem Duisburger Süden und Meiderich sind inzwischen ebenfalls vernommen worden. Einer der drei räumte ein, an der brutalen Attacke beteiligt gewesen zu sein, der andere, einschlägig vorbestraft, bestreitet sie. Sie erwartet nun ein Strafverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung.

Die drei Verdächtigen waren wohl alkoholisiert

Förster Axel Freude war an dem besagten Freitagabend privat in seinem Revier unterwegs und hatte die Jugendlichen angesprochen, weil sie am See randaliert und ein Feuer gemacht hatten. Drei aus der Gruppe, alkoholisiert wie sie sagen, waren allerdings auf Streit aus: Sie wollten dem Förster das Handy wegnehmen, mit dem er die Polizei alarmierte. Sie stießen ihn nieder, traten und schlugen auf ihn ein und flüchteten.

Spaziergänger fanden kurz darauf den Schwerverletzten und blieben bis zum Eintreffen der Polizei bei ihm. Der Förster, der noch vor dem Angriff selbst einen Streifenwagen gerufen hatte, ist auf dem Weg der Besserung: Nach stationärer Behandlung wurde er bereits am Montag aus dem Krankenhaus entlassen, bis zum Ende der Woche wird der 53-Jährige allerdings noch dienstunfähig bleiben.

Polizei sucht weitere Zeugen

Um das Geschehen komplett aufzuklären zu können, werden in den nächsten Tagen noch fünf weitere Zeugen vernommen, so die Polizei. Sie bittet nun die anderen der Gruppe, rund 20 Personen hatten sich an dem Abend am Böllertsee getroffen, sich als Zeugen dem Kriminalkommissariat 36 (Telefon 0203/2800) zur Verfügung zu stellen.