Duisburg

Duisburger sind gegen das Designer Outlet und das ist der Grund

Ein Shopping-Alptraum? Das geplante Outlet in Duisburg stößt nicht bei vielen Unternehmern auf Zuneigung.
Ein Shopping-Alptraum? Das geplante Outlet in Duisburg stößt nicht bei vielen Unternehmern auf Zuneigung.
Foto: iStock
  • Das DOC sorgt für Stimmung bei den Einzelhändlern
  • Sie fordern den Bürgerentscheid

Duisburg. Das geplante Designer Outlet Center (DOC) am Rande der Innenstadt sorgt für viel Gesprächsstoff bei den Bürgern und Einzelhändlern. Am Montag reichten die Outlet-Gegner bei der Stadt einen Antrag für einen Bürgerentscheid ein.

Mit der Kampagne „JA zu Duisburg“ wollen die Geschäftsleute ein Signal für die Innenstadt setzen.

„Vor allem geht es um ein Ja zu den vorhandenen Strukturen und Immobilien, zum Wandel für den Bürger, nicht für den Profit der Outletbetreiber, von dem die Stadtkasse Duisburgs eh nichts haben wird“, sagt Gerd Schwemm der Fraktionsgeschäftsführer GRÜNE.

„Sobald das Outlet kommt, verschwinden nach und nach die Geschäfte aus der Duisburger Innenstadt, ein Besucher wird ohnehin nicht nach vierstündigem Besuch des DOCs die Innenstadt besuchen, aus der die letzten Geschäfte verschwinden“, ist er sicher.

DOC verhindert Innenstadtentwicklung

„Wir bemühen uns bekannte Marken in die Duisburger Innenstadt zu bringen. Die Planung des Design-Outlet-Center machen Verhandlungsgespräche jedoch schwierig“, sagt Jan Harm, der Centermanager vom Forum Duisburg und der Königsgalerie.

Derzeit befindet sich die Innenstadt im Aufschwung. Neue Mieter für Forum und CityPalais wie die Modekette ZARA oder TK MAXX haben sich angekündigt. Der Umbau der Zentren ist in vollem Gange. „Mit dem DOC würden wir jedoch Rückschritte machen, denn aufgrund der Pläne zum DOC zögern viele Händler jetzt schon langfristige Zusagen zu treffen“, gibt Harm weiter zu bedenken.

Man kann auch dafür stimmen

Die Entscheidung sei zu wichtig für die Innenstadt, als dass nur die politischen Entscheidungsträger darüber abstimmen sollten. Eine Beteiligung aller Duisburger hält Harm daher für sinnvoll: „Die Bürger können ja auch für den Bau eines DOC stimmen. Dann ist es wenigstens basisdemokratisch entschieden worden.“

Bürger sollen informiert sein

Es gibt viele Gründe gegen ein DOC“, so Lars Hoffmann, Betreiber eines Fachhandels für Elektrotechnik in der Innenstadt. Er sagt: „Wir wollen die Bürger informieren und darauf hinweisen, dass ein Outlet in diesem Ausmaße unsere Stadt und Existenzen massiv bedroht und jeder Duisburger etwas dagegen unternehmen kann. Nicht, dass hinterher jemand sagt, er hätte von nichts gewusst!“

Stimmzettel in allen Filialen

In den Filialen der Einzelhändler wollen sie die Duisburger informieren Frank Oberpichler, der die Kampagne leitet, sagt: „Die Einzelhändler erreichen jeden Tag so viele Kunden, da kann ein Aushang im Schaufenster oder an der Kasse so viel bewirken.‟

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