Die weiße Schürze war das Markenzeichen

Die weißen Kittelschürzen waren das Markenzeichen des Gertrud-Bäumer-Berufskollegs bei seiner Gründung vor 50 Jahren. Längst hat sich die Kollegschule gewandelt zu einem Bildungsort mit einem bunten Strauß an Möglichkeiten für rund 2000 Schüler. NRW-Schulministerin Barbara Löhrmann und Kabarettist Kai-Magnus Sting haben sich angesagt für die Feier zum runden Geburtstag – um 11 Uhr beginnt der Festakt in der Aula der Schule an der Klöcknerstraße 48 in Neudorf.

„Männer waren auch 1973 noch die Ausnahme“, erinnert sich Gabriele Jancke, einst Schülerin und heute Bereichsleiterin für Qualitätsentwicklung. Als „Ernährung und Haushaltsorganisation“ hat anfänglich einzige Schwerpunkt die Jahrzehnte überdauert, Gesundheit, Sozialpflege und Sozialpädagogik sind nunmehr der größte Block – außerdem gibt’s Bekleidung/Floristik/Körperpflege, das Berufliche Gymnasium und Fachoberschulen runden das Angebot ab.

Ein bunter Strauß, der ein klar abgegrenztes Profil nicht auf den ersten Blick erkennbar macht, aber das sei eher ein Vorteil, sagt Ruth Gesing, seit acht Jahren Schulleiterin. „Die Schüler finden uns.“ Christian Strunk, Sprecher des 140-köpfigen Kollegiums, verweist außerdem auf die Werbung in den weiterführenden Schulen und Kooperationen mit Sophie-Scholl- und Willy-Brandt-Kolleg, die ähnliche Bildungsangebote machen.

Das breite Angebot, die Möglichkeit, selbstständig Veränderungen vorzunehmen, biete die Möglichkeit, auf den Bedarf des Arbeitsmarktes zu reagieren, Bildungsgänge aufzugeben und neue einzurichten. „Beste Chancen haben derzeit unsere Absolventen in den Pflegeberufen“, sagt Gabriele Jancke. Neben zahlreiche Bildungswege und Ausbildungen auch Qualifizierung und Berufsvorbereitung anbieten zu können, dass sei besonders wichtig für jene Jugendliche, die ihren Weg noch suchen, betont Ruth Gesing. „Wir nehmen auch zuvor Gescheiterte auf. Auch hier schaffen es nicht alle bis zum Abitur, aber es soll immer einen Abschluss geben.“

Jugendliche fit zu machen für Schulabschluss und Ausbildung, das ist auch das Ziel von Seiteneinsteigerklassen am GBBK. Im dritten Jahr gibt es nun zwei Klassen, die meisten Schüler kommen aus Südosteuropa. „Das läuft gut, wir haben Stellen bekommen, halten auch den Kontakt zu den Familien“, sagt Ruth Gesing. Die Vielfalt der Professionen unter dem Dach des GBBK, für die Schulleiterin bringt das Flexibilität und viele neue Ideen. „Es gibt keine Angst vor neuen Entwicklungen. Ich muss nicht ziehen, spüre eher den Druck der Kollegen.“

 
 

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