Die Stadtspitze in Duisburg will mehrere Projekte anpacken

Oliver Schmeer
Versammeln sich im Rathaus hinter der Duisburg-Fahne: Oberbürgermeister Sören Link zusammen mit seinen Beigeordneten (v. l.) Carsten Tum, Wolfgang Rabe, Thomas Krützberg , Dr. Peter Langner, Ralf Krumpholz und Reinhold Spaniel.
Versammeln sich im Rathaus hinter der Duisburg-Fahne: Oberbürgermeister Sören Link zusammen mit seinen Beigeordneten (v. l.) Carsten Tum, Wolfgang Rabe, Thomas Krützberg , Dr. Peter Langner, Ralf Krumpholz und Reinhold Spaniel.
Foto: WAZ FotoPool
Aufbruchstimmung in Duisburg. Eine Sitzung der besonderen Art ordnete Oberbürgermeister Sören Link an: Die komplette Beigeordneten-Riege traf zusammen, um über wichtige Projekte der Stadt Duisburg zu sprechen. Unter anderem stand hierbei der Wiederaufbau des Mercator-Hauses auf der Agenda.

Duisburg. Das hat’s so noch nicht gegeben. Zu seinem einjährigen „Dienstjubiläum“ versammelte Oberbürgermeister Sören Link seine komplette Beigeordneten-Riege.

Gemeinsam sollte die Rathaus-Spitze Ressort für Ressort Handlungs- schwerpunkte und Kernprojekte für das nächste Jahr kundtun und damit auch ein Stück Duisburger Aufbruch dokumentieren: „Duisburg ist besser als sein Ruf. Wir sind die Stadtverwaltung, die wieder entscheidet. Wir bagatellisieren nichts und arbeiten alle Baustellen ab. Wir werden nichts aussitzen und die Stärken der Stadt in den Fokus rücken“, gab Link die Marschrichtung vor. „Mein Projekt heißt Duisburg“, nahm er für sich die Allzuständigkeit als Rathauschef in Anspruch und nannte sein zentrales Projekt: Den Wiederaufbau des Mercatorhauses. Noch in diesem Jahr, versprach er, werde es „erkennbare“ Fortschritte geben. Zwischen einer und fünf Millionen Euro wird der Wiederaufbau kosten, glaubt Link. „Das schaffen wir“, meinte er mit Blick auf die „lebendige Stadtgesellschaft“.

Sozialdezernent Reinhold Spaniel will die Inklusion auf allen gesellschaftlichen Ebenen in den Mittelpunkt stellen. „Alle Menschen sind Teil unserer Gesellschaft. Inklusion ist ein Menschenrecht und kein Sozialgedöns. Mein Traum ist: Anders sein ist normal“.

Das beste Jahr seit 20 Jahren

Stadtkämmerer Peter Langner will den „guten Weg“ des Vorjahres weitergehen. Sprich: Haushaltssanierung. 2012 sei im Jahresabschluss das beste Jahr seit 20 Jahren. Das Defizit von 60 Mio Euro nehme sich bei einem Gesamtvolumen von 1,4 Mrd. Euro gering aus. Dennoch: der Stellenabbau müsse konsequent fortgesetzt werden. Rechtsdezernent Wolfgang Rabe, zuständig für die Feuerwehr, will sich um den geplanten Neubau der beiden Wachen in Rheinhausen und in der Innenstadt an der Mercatorstraße kümmern.

Der frisch gewählte Jugend-, Bildungs-, und Kulturdezernent Thomas Krützberg rückt die Bildung in den Mittelpunkt. Bei eigentlich guter Bildungslandschaft sorgen ihn aber Schulabbrecher und soziale Hürden. Seine gute Nachricht: Duisburg erfüllt nach großen Anstrengungen und nun 3014 Plätzen die Versorgungsquote für die U 3-Betreuung. Sein ebenfalls neu gewählter Beigeordneten-Kollege, Umweltdezernent Ralf Krumpholz, will das Arbeits-Jahr zum Jahr der Straßenbäume machen. 680 sollen in den kommenden zwei Jahren gepflanzt werden – unabhängig davon, dass an der Mercatorstraße bald 32 Platanen gefällt werden sollen.

Letzter im Bunde: Planungsdezernent Carsten Tum. Er will die Innenstadtentwicklung, aber auch die in den Stadtteilen nachhaltig nach vorne bringen, um beide noch lebenswerter zu machen. Er glaubt: Binnen zwölf Monaten geht es los an der Duisburger Freiheit und am Fernbusbahnhof. Zum Factory Outlet erklärte er: „Das ist weiter gewollt.“