Die Stadt Duisburg unterstützt Zoo mit weiteren 500.000 Euro

In das Außengelände der Gorillas musste der Zoo jetzt investieren. Es wurden neue Kletterbäume aufgebaut, sowie die Außenwände und der Boden neu gestaltet.
In das Außengelände der Gorillas musste der Zoo jetzt investieren. Es wurden neue Kletterbäume aufgebaut, sowie die Außenwände und der Boden neu gestaltet.
Foto: Funke Foto Services
Die Stadt Duisburg bezuschusst in diesem Jahr den Zoo Duisburg ausnahmsweise mit drei Millionen Euro, damit der Tierpark über die Runden kommt

Duisburg.. Mit einem einmaligen Zuschuss von weiteren 500 000 Euro will die Stadt dem Zoo erneut unter die Arme greifen. Damit soll er in diesem Jahr insgesamt drei Millionen Euro bekommen. Trotz steigender Besucherzahlen und Einnahmen im vergangenen Jahr drücken den Tierpark Verluste und Sanierungsstau.

Schon 2014 hatte der Rat beschlossen, den jährlichen Zuschuss an den Tierpark ab 2015 von zwei auf zweieinhalb Millionen Euro dauerhaft anzuheben. Wegen des schlechten Wetters 2013 war der Tierpark böse in die roten Zahlen gerutscht. Mit der Zuschusserhöhung können zwar aufgelaufene Verluste ausgeglichen und Löcher gestopft werden, es blieb aber kein Cent für nötige Instandhaltungen in dem Tierpark. Deshalb will die Stadt für dieses Jahr noch einmal die 500 000 Euro drauflegen, damit der Zoo über die Runden kommt.

Zoo muss trotzdem sparen

Fordern und fördern scheint die Devise der Verwaltungsspitze: Die Stadt sieht das strukturelle Defizit in seiner touristischen Hauptattraktion, zugleich hatte Oberbürgermeister Sören Link persönlich im Zoo-Aufsichtsrat unlängst weitere Sparanstrengungen am Kaiserberg gefordert. „Wir geben mit dem zusätzlichen Zuschuss ein klares Signal, dass Duisburg zu seinem Publikumsmagneten steht“, erklärte er am Dienstag. Es bleibe zugleich bei der „Erwartungshaltung“, dass alle städtischen Beteiligungen Kosten prüfen und Sparbeiträge leisten müssen. „Ich erkenne an, dass das auch der Tierpark tut“, so Link

„Wir sparen, wo wir können“, versichert Zoo-Direktor Achim Winkler. Zugleich muss der Zoo aber in einem „vernünftigen Zustand gehalten werden“, was angesichts fortlaufend steigender Kosten und teils veralteter und sanierungsbedürftiger Gehege und betriebstechnischer Anlagen ein schwieriges Unterfangen ist. Zumal: höhere Eintrittspreise wagt der Zoo nicht zu verlangen. Umso mehr begrüßt Winkler im Gespräch mit unserer Redaktion die Finanzspritze aus dem Rathaus.

Steigende Besucherzahlen

Nach dem Jahresabschluss 2014 konnte der Zoo dank steigender Besucherzahlen seine Einnahmen um 16 Prozent (845 000 Euro) auf sechs Millionen Euro erhöhen. 595 715 statt 517 230 zahlende Tagesgäste zählten die Zoo-Kassenhäuschen. Mit den Dauerkarten- und Fördervereins-Besuchern sowie Gruppenveranstaltungen knackte der Zoo wieder die Millionengrenze. Zugleich stiegen aber Löhne und Betriebsaufwendungen, so dass der Zoo wieder bei einem Betriebsverlust von rund 2,5 Mio € hängen blieb.

EURE FAVORITEN

Weitere interessante Artikel