Die kesse Nora

Bei der Vorpremiere von „Offroad“ waren im UCI Duisburg zu Gast: (v. l.) die Schauspieler Elyas M´Barek, Nora Tschirner, Regisseur Elmar Fischer sowie Max von Pufendorf. Foto: Christoph Reichwein / WAZ FotoPool
Bei der Vorpremiere von „Offroad“ waren im UCI Duisburg zu Gast: (v. l.) die Schauspieler Elyas M´Barek, Nora Tschirner, Regisseur Elmar Fischer sowie Max von Pufendorf. Foto: Christoph Reichwein / WAZ FotoPool
Foto: WAZ FotoPool

Duisburg. Nora Tschirner braucht exakt zehn Sekunden, dann gehört ihr der ganze Saal. Mit einem Mikrofon in der Hand schlendert die deutsche Schauspiel-Hoffung am späten Freitagabend durch die Sitzreihen von Kino 4 im UCI am Hauptbahnhof. Sie quatscht die Besucher an, die wenige Augenblicke zuvor noch Tschirners neuen Film „Offroad“ in einer Vorpremiere genossen haben. Sie fragt. Sie scherzt. Sie sucht die Nähe. Und das alles mit einer Unbekümmertheit, die ansteckend wirkt. Vorhang auf für die kesse Nora.

„Wir sind extra wegen ihr gekommen. Seit sie in dem Film Keinohrhasen mitgespielt hat, sind wir große Fans “, erzählen Giuseppe und Sabrina. Beide sind 23. Beide wohnen in Moers. Und beide stellen sich geduldig in der langen Reihe an, die sich vor dem Tisch gebildet hat, an dem Nora Tschirner, ihre beiden Schauspieler-Mitstreiter Elyas M’Barek und Max von Pufendorf sowie Regisseur Elmar Fischer Platz genommen haben. Sie alle sollen Autogramme schreiben. Wobei sich auch hier das Interesse auf die frühere MTV-Moderatorin fokussiert.

Dicker Applaus

Doch noch einmal zurück in den Kinosaal, wo die prominenten Gäste zuerst einkehrten: Dort hatte die Entourage beim Gang vor die Leinwand einen dicken Applaus geerntet. „Habt ihr Fragen?“ will das Quartett direkt wissen. Florian traut sich als Erster, lobt den Regisseur für die gute Auswahl der Musikstücke im Film. Nora Tschirner stürmt auf den Mann in der vorletzten Reihe zu, drückt ihm als Dank für seinen Mut eine CD mit dem Soundtrack zum Film in die Hand. „Habt ihr überhaupt Bock hier zu sein?“, ruft eine Zuschauerin in die Stille des Saales. „Boah, das ist jetzt wohl so ‘ne typisch Duisburger Frage, oder was?!?“, entgegnet Tschirner. Die Leute lachen.

Ihr Kollege Elyas M’Barek versucht, sich beliebt zu machen. „Ich kenne Duisburg. Hier gibt’s die sympathischsten Kinogänger und die schönsten Frauen – sieht man ja hier im Saal.“ Das klingt zu anbiedernd. Nora Tschirner spürt das und sagt: „Siehste, hier leben Leute, die sich nicht vollschleimen lassen wollen.“ Alle lachen.

Schnell noch ein Gruppenfoto

Regisseur Fischer darf noch erzählen, dass er aus Geilenkirchen kommt (diese Stadt spielt auch im Film eine Rolle). Dann noch schnell für ein Gruppenfoto hingestellt. Doch verschüttetes Popcorn und Limonadenreste auf dem Teppich haben ihre Wirkung hinterlassen. „Boh, hier klebt’s voll, Duisburg“, säuselt Tschirner leicht angeekelt. Herrliche Schlusspointe.

Dann geht’s raus an besagten Tisch. Fast alle der rund 300 Kinobesucher wollen ein Autogramm als Erinnerung ergattern. Viele zücken ihr Mobiltelefon, fotografieren die Stars. Oder einen Freund oder Freundin mit diesen. Dann ist der Zauber vorbei. Die Gruppe eilt weiter. Zur nächsten Vorpremiere in Düsseldorf.

 
 

EURE FAVORITEN