Die etwas andere Stadtrundfahrt

Klaus-Dieter Brüggenwerth erklärt auch, was es mit den Malereien in den U-Bahn-Stationen auf sich hat. Foto: Matthias Düngelhoff
Klaus-Dieter Brüggenwerth erklärt auch, was es mit den Malereien in den U-Bahn-Stationen auf sich hat. Foto: Matthias Düngelhoff
Foto: WAZ FotoPool

Duisburg.. Städteführungen durch Duisburg stehen derzeit hoch im Kurs. Nach dem erst kürzlich die erste Cabrio-Busrundfahrt startete, bietet nun auch der Ruhrgebietsscout Klaus-Dieter Brüggenwerth eine Tour an, um die Stadt zu entdecken: per Straßenbahn .

„Alles einsteigen, die Türen schließen. Nächste Haltestelle – Tausendfensterhaus.“

Städteführungen durch Duisburg stehen derzeit hoch im Kurs. Nach dem erst kürzlich die erste Cabrio-Busrundfahrt durch die Stadt an Rhein und Ruhr ihre Jungfernfahrt meisterte, bietet jetzt auch der Ruhrgebietsscout Klaus-Dieter Brüggenwerth in Zusammenarbeit mit der Duisburger Marketing Gesellschaft die Möglichkeit, die Stadt mit ihren höchstunterschiedlichen Aspekten zu entdecken. Brüggenwerth bedient sich bei seinem Rundgang allerdings nicht eines schicken Reisebusses, sondern führt seine Schäfchen mit der Straßenbahnlinie 901 durch Kunst, Kultur und Geschichte.

Gegensatz macht die Tour so spannend

Die 901 verbindet die Innenstadt mit zwei interessanten Stadtteilen, mit dem beschaulichen Ruhrort und dem quirligen Marxloh. Genau dieser Gegensatz macht die Tour so spannend“, erklärt der Stadtführer. Doch bevor tatsächlich ein Ticket für den etwas anderen Rundgang gelöst werden muss, präsentiert der Kunstkenner seinen Zuhörern die Innenstadt. Die Tour fängt als gemütlicher Spaziergang über die von namhaften Künstlern gestaltete Brunnenmeile Königstraße und über den neuen König-Heinrich-Platz an. Zu jedem Brunnen und zu den U-Bahnhaltestellen auf und unter der ‚Kö’ hat Brüggenwerth jede Menge zu erzählen. Wer hat den Brunnen, wann und warum gestaltet? Was bedeuten die Malereien an den Wänden der unterirdischen Haltestellen? Der Kunstliebhaber hat immer eine Antwort.

Auf dem Burgplatz, am Ende der ‚Kö’ wartet Brüggenwerth mit Wissenswertem zum historischen Duisburg auf, ehe es mit der 901 gen Ruhrort zum ersten Etappenziel geht. Über Innenhafen, Ruhr und Häfen fahren die Teilnehmer bis zum „Tausendfensterhaus“. Am Vincke-Platz lernen sie die Geschichte des Stadtteils und die Entstehung des Hafens kennen. Werbung für Ruhrort muss der Ruhrgebietsscout gar nicht machen. Denn der Charme des Stadtteils entfaltet sich von ganz allein. Enge Gassen, alte Straßenlaternen, urige Kneipen, liebevoll dekorierte Cafés und die Nähe zum namensgebenden Fluss. Ruhrort ist nicht zuletzt auch wegen des großen Engagements der Familie Haniel, einer der schönsten Stadtteile im Ruhrgebiet. Die ruhigen und harmonischen Eindrücke des fast 800 Jahre alten Ruhrorts, werden indes vom Stadtführer immer wieder mit interessanten Details flankiert. Doch mit der Ruhe ist’s bald vorbei.

Eine andere Welt

Mit der nächsten 901 geht die Fahrt weiter Richtung Marxloh, an Bruckhausen vorbei, entlang der Thyssen-Werke und der alten und der neuen Thyssen-Verwaltung, über den Werksbahnhof hinweg bis zur „Haltestelle Pollmann“. „Spätestens hier betreten die Teilnehmer eine andere Welt. Hier steigen wir in das brodelnde Leben Marxlohs ein und flanieren entlang und durch unzählige Brautmoden-Geschäfte“, sagt Brüggenwerth. Sich kreuzende Straßenbahnlinien, hohes Verkehrsaufkommen, jede Menge Menschen, die telefonieren, sich unterhalten, Brautmoden und Schmuck kaufen, prägen das Bild des wohl bekanntesten Stadtteils Duisburgs.

Um den Duisburg-Entdeckern einen Einblick in die verschiedenen Kulturen zu gewähren, führt Brüggenwerth die Teilnehmer zur Merkez-Moschee an der Warbruckstraße, deren Bau im Gegensatz zu ähnlichen Projekten, wie etwa in Köln, ohne Proteste aus der Bevölkerung verwirklicht wurde. Abgerundet wird der Ausflug in das „quirlige Marxloh“ mit einer Erfrischungspause in einem türkischen Restaurant, ehe die Tour wiederum mit der 901 am Hauptbahnhof endet.

 
 

EURE FAVORITEN