Duisburg

DER WESTEN findet: Das Ruhrgebiet braucht eine eigene Bergmanns-Ampel!

Wir haben mal einen Prototyp einer Bergmanns-Ampel gestalten lassen. Sieht doch super aus, oder?
Wir haben mal einen Prototyp einer Bergmanns-Ampel gestalten lassen. Sieht doch super aus, oder?
Foto: Gestaltung: Claudia Richter
Was wir bereits wissen
  • Einige Kommunen in Deutschland gestalten eigene Ampelmännchen
  • Mainz hat schon eine Mainzelmännchen-Ampel
  • Augsburg hat wegen der Puppenkiste einen Kasper als Ampelmännchen
  • Wir finden: Im Pott fehlt die Bergmanns-Ampel!

Duisburg. Pommes-Currywurst, Bier, Zechen und Bergmänner gehören zum Ruhrpott. Da fehlt doch nur eines: Die Ruhrkultur auf unseren Straßen.

Eine Ampel, die an unsere Kultur und an das Leben im Pott erinnert: eine Bergmanns-Ampel! Sie leuchtet uns den Weg über die Straße, wie einst die Bergmanns-Leuchte den Weg in die Grube.

Ampel könnte an Ruhr-Vergangenheit erinnern

Im nächsten Jahr stirbt ein ganzer Berufszweig, der das Ruhrgebiet Jahrzehnte lang geprägt hat. Daran zu erinnern wäre eine schöne Geste für die Bergmänner, für das Ruhrgebiet. Das sehen auch viele Ruhrgebietler so.

Zum Beispiel Jens Hapke, Pressesprecher des Regionalverband Ruhr: Er ist von der Idee einer Bergmanns-Ampel begeistert: „Der Bergmann ist ein sympathischer Botschafter der Region, eine identitätsstiftende Figur wie der Kumpel. Er ist mit so vielen positiven Attributen behaftet.“

Bergmanns-Ampel? Es wird nicht einfach

In Rheinland-Pfalz hat der Ministerrat im Dezember beschlossen, dass Kommunen die Möglichkeit haben, bei Fußgänger-Ampeln vom bundesweiten Symbol abzuweichen. So gibt es in Mainz die Mainzelmännchen-Ampel. Und auch in Augsburg gibt es seit diesem Juli eine ganz besondere Ampel mit einem Kasperl.

Für spezielle Ampel wäre neues Gesetz nötig

Doch so einfach ist das Ganze für das Ruhrgebiet nicht. Wir fragten beim NRW-Verkehrsministerium nach, ob eine spezielle Ampel auch für NRW möglich wäre.

Die Antwort: Für eine neue Ampeloptik, auch wenn sie nur an einem oder zwei markanten Punkten vorkäme, wäre ein neues Gesetz notwendig, denn das Aussehen der Ampeln ist gesetzlich vorgegeben. Wenn sich die Kommunen hier zusammen für einen Antrag beim Land entschließen würden, dann wäre so eine Ruhrgebiets-Ampel mit einem Bergmann möglich.

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Laut Straßenverkehrsordnung heißt es: „Im Lichtzeichen für Fußgänger muss das rote Sinnbild einen stehenden, das grüne einen schreitenden Fußgänger zeigen.“

Noch mehr Ruhrgebietler würden sich über Ampel freuen

Die Idee einer eigenen Ruhrgebiets-Ampel lässt Ruhrherzen höher schlagen. Ralf Winkels vom Landschaftspark Nord in Duisburg sagt: „Glück auf! Ich finde die Idee so charmant. Sie ist wie für uns gemacht. Das Ruhrgebiet muss zeigen, dass es zu seiner Vergangenheit steht. Und der Bergmann symbolisiert, wie nichts anderes sonst, unsere Industriegeschichte.“

Aber der Leiter des Landschaftsparks sagt auch: „Klar ist, dass die Verkehrssicherheit nicht verloren gehen darf, aber an so markanten Punkten wie zum Beispiel in Bochum am Bergbaumuseum kann ich mir sehr gut so eine Ampel vorstellen.“

Martin Berger von der Stadt Oberhausen sagt im Gespräch mit DER WESTEN: „Die Idee an sich ist ganz witzig, könnte aber an ganz vielen Dingen scheitern. Die Stadt wäre wohl dabei, wenn das Ministerium grünes Licht gibt und die Hersteller da auch mitmachen. Dies aber könnte ein längerer Weg werden und den müssten alle Kommunen gemeinsam gehen.“

DER WESTEN findet: Es wäre fantastisch, wenn dieser Weg gegangen wird! Damit das Revier auch auf den Straßen an seine Identität erinnert.

 
 

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