Der Weg für die Loveparade ist (fast) geebnet

Foto: Stephan Eickershoff/WAZFotoPool
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Duisburg. Löcher zugeschüttet, Gebäude abgerissen, Gestrüpp entfernt: Das ehemalige Güterbahnhofsgelände ist bereit für die Loveparade. Oder zumindest so gut wie bereit... Ein Rundgang rund anderthalb Wochen vor dem Mega-Event.

Die metertiefen Löcher und Krater, die hier vor wenigen Wochen überall im Boden klafften, sind zugeschüttet. Die baufälligen Gebäude, die im Laufe der vergangenen Jahre vor sich hin gammelten, sind abgerissen. Das wilde Gestrüpp, das sich in Richtung der angrenzenden Bahngleise breit machte und gen Himmel rankte, ist gerupft. Und der letzte verbliebene Baum ist ebenso mit Gitterzäunen umrahmt wie das gesamte Gelände des alten Güterbahnhofs. Der erste Eindruck beim Rundumblick lautet: Die Loveparade kann kommen.

Genau hier sollen in anderthalb Wochen also bis zu einer Million Menschen schwitzen und tanzen. Genau hier soll also für einen Tag das Mekka der europäischen Raver-Szene entstehen. Genau hier wird eine der Vorzeigeveranstaltungen der Kulturhauptstadt Ruhr.2010 über die Bühne gehen. Da erscheint es wichtig, sich im Vorfeld ein Bild über den Stand der Umbau- und Aufbau-Arbeiten zu machen.

Vorsicht, Schotter!

Was schon bei den ersten Schritten auffällt, ist der grobe Schotter, der auf dem gesamten Gelände als Untergrund dient. Hierüber gilt es an jenem Samstag, 24. Juli, für alle Besucher zu flanieren. Der Boden ist geebnet, allzu leichtes Schuhwerk könnte aber ein Risiko für Füße und Zehen der Partypeople bedeuten.

Überall auf dem Gelände wird malocht. Hier ziehen einige Arbeiter in Kletter-Utensilien ein Gerüst hoch. Dies soll einmal die Medienbrücke werden, von der aus das Geschehen auf der Hauptbühne im TV übertragen bzw. fotografiert werden soll. Dort hinten auf dem Gebäude wird das alte Glasdach gegen eine neue, strahlend weiße Abdeckung ausgetauscht. Lkw rauschen im Drei-Minuten-Takt auf die Baustelle. Vorbei lassen die Kräfte des Sicherheitsdienstes aber nur jene Fahrzeuge mit dem entsprechenden Durchfahrtsschein.

Die extra errichtete Straße, auf der sich am Tag der Loveparade die Floats den Weg durch die Massen bahnen, verströmt noch den Charme des Provisorischen. Alles nimmt Gestalt an, aber nichts ist schon richtig fertig. Es bleiben ja noch ein paar Tage Zeit. . .

 
 

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