Der Sonnenwall blüht auf

Altstadt..  „Schau mal, wie schön das andere Beet schon aussieht, Mama“, grinst Adam und schaut seine Mutter Verena Plettner an. Zufrieden zeigt der Vierjährige auf das neu-gepflanzte Blumenbeet am Sonnenwall in der Duisburger Innenstadt. Bei strahlendem Sonnenschein und unter blauem Himmel startete am vergangenen Samstag eine Pflanz-Aktion am Sonnenwall. Unter dem Motto „Duisburg blüht und duftet“ wurden fleißig Stauden sowie Primelchen, Pfingstrosen und Kerzenknöteriche in die Blumen-Kästen an der Einkaufsstraße gepflanzt.

„Bei der Aktion handelt es sich um ein großes Gemeinschaftsprojekt“, erklärt City-Managerin Dagmar Bungardt. Zusammen mit dem Urban-Gardening-Projekt „Kants Garten“, dem Bezirksamt Duisburg Mitte, dem Amt für Umwelt und Grün, Gärtnerin Gerhild Diamant, Einzelhändlern des Sonnenwalls und den Wirtschaftsbetrieben hat das Duisburger City-Management die Stadt-Verschönerungs-Aktion ins Leben gerufen. „Robust, langblühend und vor allem bunt“, das waren laut „Kants Gärtnerin“ Susanne Breidenbach die Auswahl-Kriterien für die Pflanzen: „Wir kultivieren mehrjährige Blumen, die nicht jedes Jahr neu gepflanzt werden müssen.“ Dank der Langblüher gibt es das ganze Jahr über etwas zu sehen. Außerdem soll die bunte Pflanzendecke in den Sommermonaten eine Weide für Bienen und andere Insekten werden.

„Stauden sind pflegeleichter als andere Blumen und sind deshalb ideal“, erklärt Gärtnerin Gerhild Diamant die Auswahl. Doch auch die Ästhetik und der Duft wie etwa nach Melisse, Lavendel und Honig sollen das Stadtbild bereichern und für Atmosphäre sorgen. In Zukunft wollen die Gärtnerinnen in alle Ecken Duisburgs kleine Blumen-Beete pflanzen. „Eine wirklich schöne Aktion“, bemerkt Anke Wittig, Filialleiterin von „Reiseland“, als sie eine Kuhle für ihre Pfingstrose schaufelt. Sie engagiert sich gerne, damit die Geschäftsstraße noch schöner wird – und mehr Kunden anlockt.

Da die aktuelle Finanzlage der Stadt keine zusätzlichen Bepflanzungs-Aktionen zulässt, findet Mareike Süselbeck es umso besser, dass sich Bürger für eine Stadt-Verschönerung einsetzen. Die Mitarbeiterin des Amts für Umwelt und Grün hilft privat beim Einpflanzen der bunten Blümchen mit, und streut einen Langzeitdünger über die aufgelockerte Erde. Vorbeigehende Fußgänger beäugen neugierig das Geschehen. Die Hobby-Gärtnerinnen freuen sich über das gute Wetter und sind konzentriert bei der Arbeit. „Jeder kann bei der Aktion mitmachen. Das Gärtnern in der Stadt schafft auch einen persönlichen Bezug“, erklärt Susanne Breidenbach und zückt das „City-Gardening-Set“, welches für das Gärtnern unterwegs gebraucht werden kann.

Kinder entschlossen bei der Sache

Nachdem sich um das erste Beet gekümmert wurde, geht’s direkt weiter zum benachbarten Kasten. Mit Blumen und Schaufeln beladene Schubkarren werden zum noch unbepflanzten Nachbar-Beet geschoben. Corinne und Leonard von Kants-Garten sind gerade erst gekommen und gehören zu den Jüngsten, die bei der Aktion mitmachen. „Ich pflanze jetzt was ein“, sagt Leonard entschlossen und macht sich an die Arbeit.

 
 

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