,Der einzige Gott ist das Leben selbst’

„In Art we Trust“ steht auf der Flagge, die neben dem Kunstwerk von Hermann J. Schmitz, in Duisburg besser bekannt unter seinem Künstlernamen „Chinmayo“ hängt. Das Kreuz ist an prominenter Stelle, inmitten des Hohen Chors mit Blick auf den Altar ausgestellt. Und die Flagge hat ihn schon bei zahlreichen anderen Ausstellungen begleitet.

Kirche hat genervt

„Eigentlich hat mich Kirche in meiner Jugend immer ein bisschen genervt“, erklärt Chinmayo. Die Arbeiten spiegeln dennoch seine christliche Sozialisation wieder. Gezeigt wird kein klassisches Kirchenkreuz, sondern eine gleichschenkelige Variante, das als Zeichen ebenfalls eine lange Tradition hat. Daran montiert sind Nägel und ein Zollstock, auf dem statt Zahlen nun Worte zu sehen sind. Außerdem daran befestigt: Ein gestaltetes Blatt Papier, auf dem Texte von Mennekes und Beuys zu lesen sind: „Der Baum ist demnach auch eine Christus-Figuration“, heißt es darauf. „Mein Lebensthema ist die Mobilität“, erklärt der Meidericher Bildhauer, der 1936 geboren wurde und am 16. Juni, wenn die „Plastikbar“ zu Gast in der Salvatorkirche ist, 80 Jahre alt wird. Als Ausdruck der Mobilität ist die Staffelei auf Rollen montiert und verschiebbar.

Woran glaubt Chinmayo denn nun – eher an die Kunst oder an Religion? Der Künstler überlegt. „Der einzige Gott ist das Leben selbst.“

 
 

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