Der Duisburger Ron Noack ist Spezialist für Zigarren

Viele gönnen sich zum Start des neuen Jahrs eine Zigarre.
Viele gönnen sich zum Start des neuen Jahrs eine Zigarre.
Foto: WAZ FotoPool
Ron Noack ist ein Genussmensch – und seine Kunden sind es auch. Seit 1998 betreibt der ehemalige Eishockey-Spieler das „House of Cigars“ an der Wallstraße. Die Auswahl, die im Humidor lagert, ist riesig. Und im Hinterzimmer, der „Smokers Lounge“, gibt’s bei blauem Dunst angeregte Gespräche.

Duisburg-Stadtmitte. Ron Noack ist ein Genussmensch – und seine Kunden sind es auch. Seit 1998 betreibt der ehemalige Eishockey-Spieler das „House of Cigars“ an der Wallstraße. Dabei kam er selbst erst mit Ende 20 auf den Geschmack, hatte zuvor nie an einer Kippe gezogen. „Ich bin direkt von Null auf Zigarre gekommen“, erzählt er lächelnd. Silvester ist traditionell eine Nacht, wo sich auch Gelegenheits-Raucher mal eine Zigarre gönnen.

Die Auswahl, die bei ihm in einem speziellen Klimaschrank lagert, ist riesig. Rund 70 Prozent beträgt die Luftfeuchtigkeit in dem Humidor. Ideale Bedingungen, um die Ware aufzubewahren. Es gibt kurze, dicke. Schmalere. Solche mit klangvollen Namen wie „Montecristo No. 2“ oder „Romeo und Julia.“ Vier Euro kosten günstige Exemplare, man kann aber auch 15 Euro investieren. Grundsätzlich gilt für Zigarren, ebenso wie für Zigaretten, in Deutschland die gesetzliche Preisbindung. „Aber man raucht eigentlich auch nicht mehr als ein, zwei Zigarren am Tag.“ Noacks Frühstück besteht übrigens aus Kaffee und Zigarre.

Klassiker aus Kuba

Das Rauchverbot in Kneipen hat ihm übrigens nicht geschadet, geärgert hat sich Ron Noack trotzdem. „Das ist ein Angriff auf die Freiheit und die Privatsphäre. Soll doch jeder selbst entscheiden, ob und wo er rauchen will.“ Das Hinterzimmer seinen Geschäfts hat er in einer Raucherlounge umgebaut. An den Wänden hängen Schwarz-Weiß-Fotos von rauchenden Damen. „Zigarre rauchen ist eher männlich, dabei kann das sehr sexy aussehen“, findet er. Die Herren lassen sich indes in die schweren, schwarzen Sessel fallen, treffen sich in großen Runden und schwadronieren über das Leben, während Rauchschwaden durch das Zimmer ziehen. „Hier sitzen Sportler, Kommunalpolitiker und Arbeiter zusammen. Das sind immer schöne Gespräche.“

Ron Noack verkauft die Zigarren nicht nur, er ist selbst durch die Welt gefahren und hat beispielsweise den Zigarrendrehern in Kuba bei ihrer Arbeit zugeschaut. Die Klassiker kommen noch immer aus Kuba und der Dominikanischen Republik, aber auch Nicaragua liefert seit einigen Jahren gute Qualität. Wer sich für die Herstellung und die Geschmacksnuancen interessiert, kann im „House of Cigars“ auch Seminare besuchen. Noack gibt Neulingen Ratschläge, allerdings sei es schwierig, die Geschmacksnuancen, ähnlich wie bei einem Wein, zu beschreiben. „Das empfindet jeder unterschiedlich.“ Entscheidend sei zum Beispiel auch, was man zuvor gegessen hat. Nach Sauerbraten oder eingelegtem Hering könne man sich den Genuss eigentlich gleich sparen.

Passend zur Zigarre, ergänzt eine Spirituosen-Auswahl das Sortiment. Für Drinks zu Silvester ist also gesorgt.

 
 

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