Demografischer Wandel bringt neue Herausforderungen für Duisburg

Alfons Winterseel
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Duisburg. Die Stadt wird sich in den nächsten Jahren stark verändern – ob sie will oder nicht. Geringere Bevölkerung, von der ein Teil immer älter wird, bedeutet neue Herausforderungen.

Allein die Tatsache, dass zur Zeit 13 ehemalige Schulen in der Vermarktung des Immobilien-Managements sind, beziehungsweise für diese Fläche Ideen und Konzepte entwickelt werden müssen, zeigt dies schon deutlich. Für neun weitere Schulstandorte sind die Auflösungsbeschlüsse schon gefasst. Ob es in dem einen oder anderen Fall durch die Einführung der Sekundarschule in Duisburg doch noch eine weitere schulische Nutzung geben wird wie in Ungelsheim durch die St. George School, wird entschieden von dem Konzept abhängen, das hierfür derzeit erarbeitet wird.

Zentralisierung im vollen Gange

Wie schwierig es für die Stadtverwaltung trotz aller Bemühungen ist, Stellen abzubauen, zeigt der neue Haushaltsplan. Neue gesetzliche Vorschriften, Änderungen der Arbeitszeitverordnungen und großer Arbeitsanfall machen aus dem Kämmerer und Personaldezernenten einen Sisyphos: Kaum wähnt er sich am Etappenziel, muss er wieder von vorne beginnen.

Nächste Herausforderung: der Haushaltssanierungsplan. Die befristete finanzielle Unterstützung des Landes mit jährlich rund 52 Mio Euro sollte niemanden darüber hinwegtäuschen, dass es nicht zu weiteren, drastischen Sparmaßnahmen kommen wird. Das gilt auch für den Stellenplan der Verwaltung. Alles wird auf den Prüfstand kommen. Und nachdenken muss man auch über die Zahl der Bezirksämter, ohne den Bürgerservice zu vernachlässigen. Die Zentralisierung ist schon in vollem Gange.