Das Windrad im Landschaftspark Nord kehrt erst 2017 zurück

Ein Wahrzeichen des Meidericher Landschaftsparks Nord: Das Windrad ist für Autofahrer vor allem von der A 42 in Höhe des Autobahnkreuzes Duisburg-Nord sehr gut zu sehen.
Ein Wahrzeichen des Meidericher Landschaftsparks Nord: Das Windrad ist für Autofahrer vor allem von der A 42 in Höhe des Autobahnkreuzes Duisburg-Nord sehr gut zu sehen.
Foto: WAZ FotoPool
  • Die Wiederaufstellung des Windrades im Meidericher Landschaftspark Nord erfolgt erst im Frühjahr
  • Im Nachhinein entdeckte Schäden am Getriebekopf der Landmarke sind der Grund für die Verzögerung
  • Die Finanzierung ist laut Landschaftspark-Chef Ralf Winkels trotz erhöhter Sanierungskosten gesichert

Duisburg. Der Wiederaufbau des Windrades im Meidericher Landschaftspark Nord verzögert sich um etwa sechs Monate: Die weithin sichtbare Landmarke soll nun erst im Frühjahr 2017 auf ihre angestammte Stelle am Sinterplatz zurückkehren. Grund dafür sind zusätzliche Schäden im Getriebekopf, die erst bei den derzeit laufenden Reparaturarbeiten entdeckt wurden.

„Es wurde im Nachhinein noch ein defektes Drehkugellager entdeckt. Dabei handelt es sich um ein Einzelstück, das nicht vorrätig ist, sondern speziell für uns angefertigt werden musste“, erklärt Ralf Winkels, der Geschäftsführer des Landschaftsparks. Die Anfertigung des Ersatzteils zog sich über Monate hin. Ende September soll es fertig sein. An eine sofortige Wiederaufstellung sei aber nicht zu denken, so Winkels, weil man dafür absolute Windstille brauche – und das sei im Herbst und Winter kaum einmal der Fall.

Man wolle aber auch deshalb auf das Frühjahr warten, weil dann die „Tage wieder länger werden und uns pro Tag mehr Aufbauzeit zur Verfügung steht“. So könnte die Mietzeit für die 300-Tonnen-Kräne verkürzt werden, mit deren Hilfe das Windrad mit einem Durchmesser von 16 Metern wieder zurück in die Höhe gehievt werden soll. „Jeder Tag, den wir weniger brauchen, bedeutet eine Kostenersparnis. Wir reden da bei zwei Kränen, die wir benötigen, von einer fünfstelligen Eurosumme“, so Winkels.

Finanzierung ist gesichert

Beim Abbau des in der Nacht blau angestrahlten Windrades im Juli 2015 hatte Winkels die maximal möglichen Reparaturkosten noch auf 50.000 Euro beziffert. Würde es teurer, müsste das Windrad für immer am Boden bleiben, hieß es damals. „Wegen besagter Komplikationen wird es nun teurer als 50.000 Euro“, verriet Winkels, der aber alle Fans des Wahrzeichens beruhigen kann: „Die Finanzierung ist aber gesichert. Das Windrad wird wieder aufgehängt.“

In den ersten Monaten nach dem Abbau demontierten die Mitarbeiter eines Moerser Hydraulik- und Stahlbauunternehmens das Windrad und analysierten die Schäden. Das Hauptproblem: Weil der Getriebekopf – das zentrale Teil des Windrades – nicht permanent geschmiert wurde, hatten sich bei jeder Umdrehung des Rades tiefe Riefen in das Metall gefressen. So entstand eine Unwucht im Windrad, die die Sache immer schlimmer machte. Um diese Schadensquelle künftig auszuschalten, entwickelten die Sanierer eine Ölpumpe, die künftig für eine dauerhafte Schmierung des Getriebekopfes sorgen soll. „Auch so wollen wir künftig Wartungs- und Reparaturkosten reduzieren“, so Winkels.

Einige der Schäden am Getriebekopf und an den Windrad-Flügeln gingen auf Vandalismuszerstörungen zurück. „Wir wollen vor dem Wiederaufbau prüfen, wie wir uns künftig besser dagegen schützen können“, so Winkels. Auch die Beleuchtungsanlage für das Windrad wird erneuert. Es gehört aber nicht zum normalen Lichtzyklus im Landschaftspark, sondern wird die ganze Nacht über kontinuierlich in einem Blauton angestrahlt.

 
 

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