Das soll auf der Duisburger Bahnhofplatte ab 2015 entstehen

So soll der Duisburger Bahnhofsplatz aussehen – aber erst in drei Jahren.
So soll der Duisburger Bahnhofsplatz aussehen – aber erst in drei Jahren.
Foto: WAZ
Politische Gremien entscheiden in den nächsten Wochen über die Gestaltung der Bahnhofsplatte über der Autobahn 59. Eine lange Bank soll ein Blickfang auf dem Bahnhofsvorplatz werden. Wobei es noch immer ein paar Fragezeichen bei der Finanzierung gibt. 6,65 Millionen Euro sind eingeplant.

Duisburg.. Der neue Duisburger Bahnhofsplatz kann sich sehen lassen – zumindest in den Planunterlagen, über die die Duisburger Kommunalpolitiker in den nächsten Tagen und Wochen zu entscheiden haben. Wenn Bezirksvertreter und Ratsmitglieder ihr „Ja“ geben, fließen 6,65 Mio Euro in die Gestaltung der noch öden Betonplatte über der A 59. Wobei es noch ein paar Fragezeichen gibt, vor allem finanzieller Art angesichts klammer städtischer Kassen.

Platz bleibt überwiegend frei

Sollte aber Geld vorhanden sein, dann kommt als Blickfang vor allem die lange Bank, die beim „Charrette-Verfahren“ (Planung mit Bürgerbeteiligung) ganz oben auf der Wunschliste stand. Mit ihrer hölzernen Oberfläche soll sie sich über fast die gesamte Länge des Platzes ziehen, den dann noch verbleibenden Raum zwischen nördlichen Bahnhofsflügel (Hotel und WAZ-Medienhaus) und den geplanten Neubauten an der Ostseite der Mercatorstraße (Multi Development) gliedern. Als weiteres Gestaltungselement ist nach wie vor der sogenannte „Mercator-Stuhl“ vorgesehen, wie er früher in größerer Zahl vor der alten Mercatorhalle und im Kantpark zu finden war.

Der Platz selber bleibt überwiegend frei, um Raum für Veranstaltungen, Spielen und Verweilen zu schaffen, während die Randbereiche für Anlieferung, Außengastronomie, Taxianfahrt, Fahrrad- und Kurzzeitparken genutzt werden sollen. „Feinfühlig eingebunden“ werden sollen laut Planervorschlag die 21 Magnolien zur Erinnerung an die Opfer der Loveparade wie auch die Gedenkstele im „City-Hain“ an der Nordseite des Platzes, die an deportierte jüdische Kinder erinnert.

Möglicher Baubeginn erst 2015

Auch für Kunst soll Platz sein vor dem Hauptbahnhof, ob es dafür aber Geld geben wird, geht aus der Vorlage für die Politiker nicht hervor. Vielmehr steht dort: „Die Verwaltung wird beauftragt, zur Realisierung einer künstlerischen Bespielung einen künstlerischen Wettbewerb durchzuführen, mögliche Förderzugänge zur Finanzierung zu erkunden und privates Sponsoring zu initiieren.“ Die Gesamtkosten für die Kunst auf Duisburgs bald größtem City-Platz wurden aber schon mit 300.000 Euro vorkalkuliert. Einen endgültigen Beschluss zur Kunst behalten sich die Politiker vor.

Stimmen die Politiker den Planungen zu, passiert erst einmal nichts in Sachen Platzgestaltung. 2014 soll die „Ausführungsplanung“ erstellt werden. Stehen dann Förder- und eigene städtische Mittel zur Verfügung, kann 2015 mit dem Bau begonnen werden.

Mercatorstraße soll zurückgebaut werden

Die Bauzeit wird mit 15 Monaten kalkuliert – wenn zuvor die Bauten von Multi Development und südlich davon eines Hotels der Steigenberger-Gruppe ebenso wie die Verlagerung des Busbahnhofs an die Ostseite des Hauptbahnhofs „weitestgehend abgeschlossen“ sind.

Denn für die An- und Abfahrt zu diesen Baustellen wird die kahle Platte noch gebraucht. Und auch als Ausweichstrecke, wenn die Mercatorstraße von bisher vier auf künftig nur noch zwei Autospuren zurückgebaut wird. Auch das Projekt steht auf der Tagesordnung der Politik.

Und was sagen Sie nun zu den ersten Bildentwürfen für die Bahnhofsplatte der Zukunft? Reaktionen an die WAZ Duisburg, Harry-Epstein-Platz 2, 47051 Duisburg oder Mail: redaktion.duisburg@waz.de.

 
 

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