Das Ruhrgebiet auch in Zukunft als Industriestandort

Unternehmertag im Haus der Unternehmer. Gastredner war ehem. WAZ Geschäftsführer Bodo Hombach. Im Bild:  v.l.: Bodo Hombach, Michael J. Walter (Vorstandsvorsitzender der Unternehmerverbandsgruppe), der neue BDI-Präsident und Unternehmer Ulrich Grillo, Heinz Lison (Präsident der Unternehmensverbandsgruppe), .
Unternehmertag im Haus der Unternehmer. Gastredner war ehem. WAZ Geschäftsführer Bodo Hombach. Im Bild: v.l.: Bodo Hombach, Michael J. Walter (Vorstandsvorsitzender der Unternehmerverbandsgruppe), der neue BDI-Präsident und Unternehmer Ulrich Grillo, Heinz Lison (Präsident der Unternehmensverbandsgruppe), .
Foto: WAZ FotoPool

Duisburg.. „Abschaffen kann jeder. Verwandeln aus dem Vertrauten, neu erschaffen ist die höhere Kunst.“ Bodo Hombach, Moderator des Initiativkreises Ruhr, warb beim Unternehmertag für intelligente Lösungen für die Probleme des Ruhrgebiets.

Industriestandort auch in Zukunft

Etwa als Standort von Produktion, die der Ex-Geschäftsführer der WAZ-Gruppe als „Grundnahrungsmittel“ der Wirtschaft einstufte und nicht als „Sättigungs-beilage“: „Wer Werte verteilen will, muss sie erst einmal schaffen“, so Hombach. Klare Schlussfolgerung: „Das Revier war Industriestandort und will es bleiben.“

„Labor und Windkanal“

Globalisierung sieht der frühere Wahlkampfmanager und Politiker als Stimulans: „Wenn Qualität nicht mehr punktet, hilft nur Qualität. Im globalen Wettbewerb zählt die bessere Idee.“ Das Ruhrgebiet mit seiner hohen Zahl an Forschungseinrichtungen sei „Labor und Windkanal für neue Ideen“.

Symbiotische Beziehungen

Als „teuer und nutzlos“ kritisierte Hombach Erhaltungssubventionen, plädierte aber zugleich für Umstrukturierungssubventionen: „Sie erzeugen Impulse und refinanzieren sich durch Zukunft.“

Bürgerbeteiligung, Bürgerdialog, Zusammenarbeit von Wirtschaft und relevanten Gruppen, kurz: symbiotische Beziehungen sind für Hombach Gestaltungsmittel für die Zukunft: „Es gibt niemanden, der nicht vom Anderer profitieren könnte.“

"Für einander nütztlich sein"

Unverzichtbar angesichts einer immer komplexer werdenden Welt ist nach Hombachs Überzeugung eine stabile Verwurzelung in der Region für Menschen wie Unternehmen. Bei allen aktuellen Schwächen des Ruhrgebiets wie hoch verschuldete Kommunen, soziale Verwerfungen und abwandernde Fachkräfte, sieht der Politiker und Manager nicht schwarz: „Unsere Probleme waren schon oft ihrer Zeit voraus, oft sind es auch die Lösungen.“

Seine Empfehlung für die Revier-Kommunen, die immer noch zaudern mit mehr Zusammenarbeit: „Erstmal für einander nützlich sein, lieben kann man sich später.“ Arbeitsteilung empfahl und Spezialisierung der einzelnen Städte. Und: „Ich würde es mit Geduld probieren.“

Einsatz für andere

Viel Beifall gab’s für Hombach, viel Beifall auch für Ulrich Grillo, der am Montagabend nach seiner Wahl zum Präsidenten des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) noch zum Unternehmertag anreiste: „Berlin ist schön, aber mein Herz ist hier“, sagte der Chef der Duisburger Grillo-Werke. Er begreife seine neue Funktion vor allem als Einsatz für andere, das habe Familientradition: „Dafür stehen wir Grillos.“

 
 

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