Das Outlet und der Duisburger Zinkhüttenplatz - Angst und Chance

Vor dem Duisburger Rathaus demonstrierten am Mittwoch betroffene Anwohner gegen den Bau des Outlet Centers und den damit verbundenen Abriss ihrer Siedlung. Foto: Stephan Eickershoff / WAZ FotoPool
Vor dem Duisburger Rathaus demonstrierten am Mittwoch betroffene Anwohner gegen den Bau des Outlet Centers und den damit verbundenen Abriss ihrer Siedlung. Foto: Stephan Eickershoff / WAZ FotoPool
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Anwohner des Zinkhüttenplatzes in Duisburg protestieren gegen die Pläne, ihre Siedlung abzureißen, damit Parkplätze für das neue Outlet-Center entstehen können. Verständlich - das Center brigt jedoch auch Chancen. Ein Kommentar von Willi Mohrs.

Duisburg.. Die Ängste der Bürger in der Siedlung Am Zinkhüttenplatz sind nachvollziehbar und verständlich, dass sie protestieren und demonstrieren ebenfalls. Wer will schon aus seiner Wohnung ausziehen, aus seiner Nachbarschaft, aus seinem Stadtteil, wenn er sich dort wohlfühlt und das womöglich schon seit Jahrzehnten?

Wer will die Strapazen eines Umzugs auf sich nehmen, wenn er fürchtet, sich später weniger wohl zu fühlen als bisher? Investor und Immeo sind in der Pflicht, die Mieter positiv zu überzeugen, dass ihnen kein Schaden droht, dass sie sich nach Möglichkeit verbessern. Das wird nicht jedem Fall möglich sein, aber es sollte in jedem Fall versucht werden.

Das Outlet Center kann nämlich vielfältigen Nutzen bescheren. Arbeitsplätze, Gewerbesteuereinnahmen, die städtebauliche Aufwertung eines nicht unproblematischen Umfeldes und darüber hinaus eine Verbesserung für das Image der zuletzt nicht verwöhnten Stadt könnten daraus erwachsen, wenn Kunden massenhaft von weither nach Duisburg zum Shoppen kommen.

Beide Belange sind wichtig, beide muss die Politik abwägen, sie hat das letzte Wort. Keine leichte Aufgabe.

 
 

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