Das kulturelle Leben der Stadt neu entwickeln

Am Mittwoch fand im Lokal Harmonie in Duisburg - Ruhrort die erste Konferenz des Verein - DU erhält(st) Kultur , Recht auf Stadt - in Duisburg statt. Im Foto v.l. unten Theo Steegmann ( BI Neuanfang Duisburg ), Stefan Schroer ( DU-Kultur, Netzwerk X ), Christian Schoppe ( DU-Kultur ), Joseph Tobias ( Traumzeitretter ), oben v.l. Anton Faller , Christina Boeckler ( Kunstquartier ), Olaf Reifegerste ( Kreativkreis Ruhrort ), Joscha Hendricksen ( Port e.V. , Netzwerk X ).
Am Mittwoch fand im Lokal Harmonie in Duisburg - Ruhrort die erste Konferenz des Verein - DU erhält(st) Kultur , Recht auf Stadt - in Duisburg statt. Im Foto v.l. unten Theo Steegmann ( BI Neuanfang Duisburg ), Stefan Schroer ( DU-Kultur, Netzwerk X ), Christian Schoppe ( DU-Kultur ), Joseph Tobias ( Traumzeitretter ), oben v.l. Anton Faller , Christina Boeckler ( Kunstquartier ), Olaf Reifegerste ( Kreativkreis Ruhrort ), Joscha Hendricksen ( Port e.V. , Netzwerk X ).
Foto: WAZFotoPool

Duisburg.. Sie sind ein Zusammenschluss von Zusammenschlüssen, sie sind engagiert und willens, die Stadt Duisburg, - ihre Stadt - zu retten.

Beflügelt vom Erfolg der Bürgerinitiative Neuanfang Duisburg, die die OB-Abwahl möglich machte, wollen sie jetzt von unten nach oben die Kultur aufmischen. Sie, das sind neben der BI die Traumzeitretter, der Kreativkreis Ruhrort, das Netzwerk X sowie „Du erhält(st) Kultur“.

Punktgenau zwischen OB-Wahl und Stichwahl, vor der ultimativen Ratssitzung zur Streichliste laden sie alle interessierten Bürger zur regionalen „Recht auf Stadt“- Konferenz nach Ruhrort ins Gemeindehaus ein. Anmeldung ist nicht nötig, „einfach kommen“ lockt Christian Schoppe für die Initiatoren. Von Freitag, 22. Juni bis Sonntag, 24. Juni, sollen in fünf Arbeitsgruppen kreative Ideen entwickelt werden, die die Stadtteile lebenswerter machen. „Wir glauben an die kollektive Intelligenz“, so Mitorganisator Stefan Schroer. Es sollen nicht nur „Künstler und Kulturfuzzis“ sein, die sich da über die Lokale Kultur-Szene zwischen Politik und Verwaltung den Kopf zerbrechen, die ein Wunsch-Bild von Stadt entwickeln und alternative Ökonomien.

Entwicklung eines Kulturentwicklungsplans

„Wir sind erfahren darin, ohne Geld trotzdem was zu schaffen“, sagt Schroer mit Blick auf die Freie Szene. Einig sind sich die bis jetzt handelnden Akteure darin, dass der alleinige Fokus auf kostspielige Leuchtturmprojekte eine Stadt nicht retten kann, wie Theo Steegmann von der BI mit Blick auf das Theater am Marientor erinnert. Hochfeld habe der Bau nicht weiter gebracht. Man dürfe auch nicht die Hoch- gegen die Breitenkultur, die Oper gegen die Stadtteilbücherei ausspielen.

Schlussendlich sollen die Ideen in einen Kulturentwicklungsplan münden, der Duisburg fehle und daher von vielen öffentlichen Töpfen abschneide. „Den Job hätten Politik und Verwaltung lange machen müssen“, rüffelt Stefan Schroer.

Das EM-Viertelfinale ist übrigens Konferenzbestandteil. Weitere Infos zur Konferenz: www.du-kultur.de

 
 

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