Duisburg

„Das ist unmöglich‟ - darum verklagt Marion Wegscheider (31) die Stadt Duisburg

Kathrin Migenda
Marion Wegscheider will die Stadt Duisburg verklagen
Marion Wegscheider will die Stadt Duisburg verklagen
Foto: Privat
  • In Duisburg gilt seit dem 16. Mai Alkoholverbot in der Innenstadt
  • Die Stadt hofft, die Trinkerszene so zu vertreiben
  • Einer Duisburgerin (31) gefällt die Methode gar nicht

Duisburg. Das Alkoholverbot in der Duisburger Innenstadt gilt seit einer Woche. Jetzt will die Duisburgerin Marion Wegscheider (31) gegen das Verbot vorgehen und klagt dagegen. Unterstützung bekommt sie vom Straßenmagazin „fifty-fifty‟.

Die Übersetzerin sagt im Gespräch mit DER WESTEN: „Ich interessiere mich für Bürgerrechte und setze mich dafür ein. Ich verfolge schon längere Zeit, was mit den Trinkerszenen in unseren Städten im Ruhrgebiet passiert. In Essen haben sie versucht die Menschen mit lauter Musik zu vertreiben. Das ist doch unwürdig und unmöglich.‟

Andere Möglichkeiten müssen her

Die Duisburgerin ist dafür, dass die Stadt andere Möglichkeiten für die Szene schafft. Einen Trinkerraum fände sie gut. Das Verbot ist ihrer Meinung nach nur „ein Versuch, das Image der Stadt aufzupolieren‟ und die Szene zu vertreiben.

Die Stadt führt als Begründung für das Verbot das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung an. „Vor dem Verwaltungsgericht muss sie also konkret nachweisen, dass der Alkoholkonsum eine abstrakte Gefahr darstellt‟, sagt Jasper Prigge, der Anwalt, der die Duisburgerin vor Gericht vertritt.

Glaubt an soziale Ungerechtigkeit

Und Marion Wegscheider sagt: „Es trifft doch immer die sozial Schwächeren. Ich kann mir kaum vorstellen, dass jemand, der nach Geld aussieht sofort ein Bußgeld aufgebrummt bekommt. Sondern der, der ordentlich aussieht, wird wahrscheinlich erst einmal höflich angesprochen.‟

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