Das isst der Pott: Gewinner mit Starkoch Nelson Müller am Herd

Nelson Müller mit Finalistin Tine Grasmann auf der Bühne vorm Centro. Hunderte Zuschauer verfolgten das Finale der "Das isst der Pott"-Aktion.
Nelson Müller mit Finalistin Tine Grasmann auf der Bühne vorm Centro. Hunderte Zuschauer verfolgten das Finale der "Das isst der Pott"-Aktion.
Foto: Jakob Studnar/Funke Foto Services
Im Rahmen von "Die Promenade kocht" am Oberhausener Centro wurden die Gewinner der WAZ-Aktion "Das isst der Pott" verkündet. Sie kochten mit Nelson Müller ihre Sieger-Rezepte nach.

Oberhausen.. Saure Boskop-Äpfel. Zwiebeln. Blätterteig. Blutwurst. Eine Prise Ruhrpott-Liebe. Und reichlich Leidenschaft fürs Kochen. Heraus kommt - Trommelwirbel - ...

...Blutwurststrudel. Mit ihm entschied Karla Wesche-Thomas aus Essen die WAZ-Aktion "Das isst der Pott" für sich. Auf Platz zwei landete der Kochkurs für Bedüftige der Evangelischen Sozialberatung Bottrop (ESB) mit dem Rezept für Dicke Bohnen mit Speck und Mettwurst. Platz drei konnte Tine Grasmann (geb. Wiegleb) aus Bochum gewinnen. Sie servierte dem Pott ihre Quiche mit Mettwurst.

Bei der Abschlussveranstaltung an der Centro-Promenade kochten die Gewinner am Samstagauf der Bühne ihre Rezepte nach, Promi-Unterstützung inklusive: Starkoch Nelson Müller nahm die Hobby-Köche unter seine Fittiche. Und die anderen Stadtsieger konnten als kritische Kollegen natürlich ausgiebig kosten.

"So schwarz wie die Kohle, so deftig wie der Ruhrpottler.“ So beschreibt die Siegerin ihren "Blutwurststrudel“. Entdeckt hat Karla Wesche-Thomas das Gericht in der TV-Show "Das perfekte Dinner“ - und hat das Rezept nach eigenem Geschmack variiert. Der Hang zum guten Essen gehört zur Familie, sozusagen: Die Eltern besaßen eine Bäckerei und Konditorei.

Kochen lernen mit Klaus

Das Koch-Projekt, mit dessen Dicke-Bohnen-Rezept sie den zweiten Platz gewann, verdankt die Evangelischen Sozialberatung (ESB) einem Mann namens Daniel. Bei der Essensausgabe der Bottroper Tafel hatte er Lauch und Weißkohl abbekommen: „Was mache ich denn damit? Das kann ich doch alles in die Tonne hauen!“ Das war die Geburtsstunde der Koch- und Ernährungsberatung der ESB. Seit April bringt (Küchen-)Chef Klaus Bedürftigen das Kochen bei. Und das Kalkulieren. Denn: "Menschen in schwierigen sozialen Lebenslagen verfügen häufig weder über die Mittel noch über die Kompetenzen, sich gesund zu ernähren“, sagt Sozialarbeiterin Claudia Kretschmer. Ziel des Projektes "Der Mensch lebt nicht vom Brot allein": zu vermitteln, wie man gut und günstig kocht. Günstig heißt: zum Hartz-IV-Satz von 2,58 Euro pro Mahlzeit.

Für Tine Grasmann - bei "Das isst der Pott" hieß sie noch Wiegleb - ist Kochen Hobby und Ausgleich: Tagsüber ist sie als IT-Projektmanagerin für Bundesbehörden im Einsatz. Abends und am Wochenende frönt sie dem Kulinarischen. Als Köchin. Und Betreiberin des Koch-Blogs pottlecker.de. Ihre Quiche mit Mettwurst und Spinat machte sie erst zur Bochumer Stadtsiegerin, im Final-Voting reiche es für Platz drei. Das Rezept ist vom Essen der Großmutter inspiriert: Omma Margarete servierte gern Eintöpfe. Auch Grünkohl mit Mettwurst. Das Räucher-Würstchen als Quiche-Belag, der Spinat als Saison-Zutat - Tine Grasmanns Rezept ist die moderne Variation eines klassischen Pott-Themas.

Rezepte des Ruhrgebiets

In unserer Serie zu den kulinarischen Facetten des Reviers hatten wir alltagstaugliche Lieblings-Rezepte gesammelt, die im Ruhrgebiet auf den Tisch kommen. Wir waren zu Gast bei den Hobbyköchen, haben mit geschnibbelt, gebrutzelt, sautiert und serviert. Am Ende wählte jede Teilnehmer-Stadt einen Stadtsieger. Per finaler Abstimmung im Netz, per Postkarte und per E-Mail wurden die drei Gesamt-Gewinner gekürt.

Die Gewinner-Rezepte - klicken Sie sich durch:

Platz 1: Blutwurststrudel

Platz 2: Dicke Bohnen mit Speck

Platz 3: Quiche mit Spinat und Mettwurst

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