Countdown mit "Viva Colonia" an der Sechs-Seen-Platte in Duisburg

Die Segel-Regatta der Klasse Micro Magic auf dem Masurensee. Foto: Udo Milbret
Die Segel-Regatta der Klasse Micro Magic auf dem Masurensee. Foto: Udo Milbret
Foto: WAZ-Fotopool
In Reih und Glied stehen etwa 20 Männer, wetterfest gekleidet, mit großen Fernbedienungen und warten auf das „Los!“: Denn im Rahmen der 3. Duisburger Segeltage an der Sechs-Seen-Platte fand erstmalig eine Micro Magic Ranglistenregatta statt.

Duisburg.. Anstatt selbst zu Segeln, überließen die meist erfahrenen Segler der Technik den Wasserkontakt und lenkten mit ein paar Fingerbewegungen ihr Boot.

Weltmeisterschaft für ferngesteuerte Segelboote

„Die Modellboote sind eine Klasse für sich“, erzählt der Mitorganisator der Segeltage, Rouven Kasten. „Bei dem heutigen Ranglistenrennen können bereits Qualifikationspunkte für andere Meisterschaften gesammelt werden.“ Denn Europa- und sogar Weltmeisterschaften gibt es bereits für die ferngesteuerten Segelboote.

Um sich sein Boot zu basteln, ist ein Bausatz für rund 300 Euro nötig. Der kann ganz individuell verbessert und aufgerüstet werden.

Die kleinen Segelschiffe sammeln sich vor der Startlinie, die durch zwei kleinen Bojen markiert ist. „Die Gruppe hat sich was ganz Lustiges ausgedacht“, sagt Kasten. „Über den Ghettoblaster läuft ,Viva Colonia’ mit eingebautem Countdown.“ Die Schiffe werden dann in Startposition gebracht und bei „Los“ schippern die Segelboote über die kleinen Wellen den Parcours entlang. Je nach Platzierung, erhalten die „Segler“ Punkte. Je weniger Punkte man erhält, desto besser.

Spaß bei der Entenjagd

„Es macht Spaß zuzusehen“, findet Gisela Pannenbecker, die selber eine erfahrene Seglerin ist. „Ich kenne die kleinen Boote – mein Mann hat auch so eins. Aber er hat sich nicht getraut, gegen die ganzen getunten Boote anzutreten. Aber es ist eine schöne Sache.“ Besonders als die Seebewohner sich in das Geschehen einmischen, ist das Gelächter groß. „Ein Boot hat eben eine Ente gejagt“, lacht Pannenbecker über die einsame Ente, die sich wohl verschwommen hatte und so für ein witziges Bild sorgte.

Auch Alexandra Wilczek, die zufällig auf die Miniregatta gestoßen ist, staunt über die kleinen Boote. „Ich bin eigentlich zum Firmen-Cup hier“, erzählt sie. „Zuvor habe ich sowas noch nie gesehen. Aber es ist toll zu gucken, was es nicht alles an verschiedenen Wassersportarten gibt. Toll, dass es Jung und vor allem Alt begeistert.“

 
 

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