CDU will zur Wahl des Oberbürgermeisters eigenen Kandidaten aufstellen

Der Duisburger CDU-Vorsitzende Thomas Mahlberg beklagt nach der Nominierung von SPD-Kandidat Sören Link die „Rückkehr zu alten Verhältnissen“ in Duisburg. Foto: Gerd Wallhorn/WAZ FotoPool
Der Duisburger CDU-Vorsitzende Thomas Mahlberg beklagt nach der Nominierung von SPD-Kandidat Sören Link die „Rückkehr zu alten Verhältnissen“ in Duisburg. Foto: Gerd Wallhorn/WAZ FotoPool
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Parteichef Thomas Mahlberg hat am Sonntag die Position der Duisburger CDU nach der Abwahl Adolf Sauerland bestimmt. Die CDU will für die OB-Wahl einen eigenen Kandidaten aufstellen. SPD-Kandidat Sören Link habe nichts mit dem versprochenen Neuanfang zu tun.

Duisburg. „Wir karten nicht nach, wir treten nicht nach, wir sind immer offen für konstruktive Gespräche, wenn es die Stadt nach vorne bringt“, umriss Parteichef Thomas Mahlberg am Sonntag die Position der CDU vor den Wahlen zum NRW-Landtag und des Duisburger Oberbürgermeisters.

Die Union sei bereit, Verantwortung zu übernehmen, im Rat für stabile Mehrheiten zu sorgen, fordere dafür aber auch politische Ehrlichkeit, etwa wenn es um die Sanierung des städtischen Haushalts gehe. Mahlberg nutzte die Ehrung langjähriger CDU-Mitglieder im Hotel Mercure zur Positionsbestimmung der Duisburger CDU nach der Abwahl von Oberbürgermeister Adolf Sauerland.

„Wir haben strukturell keine Mehrheit in Duisburg“, beschrieb Mahlberg die Lage der Union in einer SPD-Hochburg. Dennoch sei es Ziel der örtlichen CDU, wieder im Düsseldorfer Landtag vertreten zu sein, also einen Wahlkreis zu gewinnen oder einen guten Platz auf der Landesliste der NRW-CDU zu erreichen. Auch zur Wahl des Oberbürgermeisters wollen die Christdemokraten einen eigenen Kandidaten präsentieren, kündigte der Parteivorsitzende an.

Politischer Neuanfang nach der LoveparadeDen Kandidaten der SPD, den frischgebackenen Ex-Landtagsabgeordneten Sören Link, bezeichnete Mahlberg als „Kaderpolitiker“ der Sozialdemokraten. Mit dem im OB-Abwahlkampf versprochenen Neuanfang habe das nichts zu tun, sondern sei Rückkehr zu „alten Verhältnissen“.

„Dienstältester“ Jubilar im Saale war Günter Happel, 20 Jahre aktiv in der Kommunalpolitik, 50 Jahre Mitglied der CDU. Das Ahlener Programm mit seiner Verwurzelung in der christlichen Sozialethik habe ihn seinerzeit tief beeindruckt, die Lektüre der Grundsätze der Nachkriegs-Union empfehle er auch der jüngeren Politikergeneration. „Das Menschliche ist das Ziel“, müsse die Leitlinie aller Politik sein. 19 weitere Christdemokraten wurden für 25 und 40 Jahre Mitgliedschaft geehrt.

 
 

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