CDU-Lager fordert Sauerlands sofortigen Rücktritt

Foto: ddp/Henning Kaiser

Duisburg. Nach der Trauerfeier für die Loveparade-Opfer erhöht sich der Druck auf Oberbürgermeister Adolf Sauerland weiter. Auch das eigene CDU-Lager fordert sofortige Konsequenzen. Sauerland selbst will sich wohl einem Abwahlverfahren stellen.

Oberbürgermeister Adolf Sauerland gab nach der Trauerfeierlichkeit am Wochenende, entgegen seiner Ankündigung von Freitag, keine Erklärung ab. Gegenüber unserer Redaktion führte er am Sonntagnachmittag am Telefon sein Verhalten darauf zurück, dass er von Gespräch zu Gespräch eile. Ein von Sauerland versprochener Rückruf in der Redaktion blieb aus. Am frühen Abend erklärte Sauerlands persönlicher Referent Josip Sosic auf Anfrage der Redaktion. „Ich gehe davon aus, dass am Sonntag nichts mehr passieren wird.“

Nach DerWesten-Informationen soll Adolf Sauerland bereit sein, sich einem Abwahlverfahren zu stellen. Das ist gut möglich. Andererseits deutet der Gesprächsmarathon vom Sonntag darauf hin, dass nicht allen am Tisch diese Option weit genug geht. Es mehren sich die Stimmen, auch aus dem eigenen CDU-Lager, die sofortige Konsequenzen in Form von Rücktritt verlangen. Diesen Schritt will Sauerland nicht setzen, weil er nach wie vor moralische und politische Verantwortung gleich setzt mit dem Zugeständnis, für diese Tragödie auch gesetzlich verantwortlich zu sein.

 
 

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