CDU-Bürgermeister Lensdorf will den OB-Posten

Auf seiner Facebook-Seite präsentiert sich Benno Lensdorf heimatverbunden vor dem Stadttheater.
Auf seiner Facebook-Seite präsentiert sich Benno Lensdorf heimatverbunden vor dem Stadttheater.
Foto: unbekannt

Duisburg. Die CDU will mit dem 69-jährigen, langjährigen Fraktionspolitiker Benno Lensdorf in der Oberbürgermeisterwahl am 17. Juni gehen. Der Ruhrorter soll Dienstag Abend auf einem Parteitag nominiert werden.

Seit der Abwahl von Adolf Sauerland im Februar ist Lensdorf als 1. ehrenamtlicher Bürgermeister derzeit nominell Duisburgs Stadtoberhaupt, während der bündnisgrüne Stadtdirektor Peter Greulich die Rathaus-Amtsgeschäfte führt. Als OB-Kandidat soll Lensdorf nach dem Willen der CDU in zwei Monaten als gewählter Verwaltungschef mit kompletter Machtfülle ins Rathaus einziehen. „Er ist unser Wunschkandidat“, erklärte CDU-Parteichef Thomas Mahlberg gegenüber der WAZ, nachdem der Parteivorstand Lensdorf am Montag vorgeschlagen hatte.

Mit seiner Nominierung endet das Rätselraten um den Kandidaten der CDU. Entschieden wurde die Personalie erst am Wochenende. „Ich bin gefragt worden, habe mich mit meiner Frau beraten und dann zugesagt“, sagte Lensdorf, der kurioserweise zuvor selbst eine andere Kandidatin vorgeschlagen hatte: die Solinger CDU-Ratsfrau Nicole Molinari, die schon ihre Parteifreunde über ihre Kandidatur informiert hatte, dann aber von Parteichef Mahlberg eine Absage bekommen hatte. „Wir brauchen jemanden, der Duisburg kennt“, erklärte Mahlberg.

Lensdorf habe Erfahrung und Kompetenz und „wird mit Würde an das Amt gehen“, so der CDU-Kreisvorsitzende weiter. Als erfahrener Kommunalpolitiker und langjähriger Bürgermeister sowie Fraktionsvorsitzender kenne er das Rathaus. Als Unternehmer stehe er zudem für wirtschaftliche Kompetenz. Mit der Kandidatur Lensdorfs setze die CDU einen „Kontrapunkt“ zum 35-jährigen SPD-Kandidaten Sören Link. Erklärtes Ziel der CDU ist das Erreichen der Stichwahl, dann könne Lensdorf weit über die CDU-Parteigrenzen hinweg Stimmenpotenziale ausschöpfen, hofft die CDU.

„Ich habe stets vereinende und versöhnende Positionen eingenommen“, erklärte Lensdorf. „Wir brauchen einen großen Konsens. Wir müssen jetzt nach vorne schauen, und ich will Duisburg in eine gute Zukunft führen“, so Lensdorf vor seiner heutigen Antrittsrede vor der Partei weiter. Der langjährige politische Weggefährte von Sauerland will nach der Loveparade-Katastrophe und der OB-Abwahl „ein neues Kapitel für Duisburg aufschlagen“. Alter sei nur eine Zahl, meinte Lensdorf mit Blick auf den 35-jährigen Hauptkonkurrenten Link: „Das geht’s um Erfahrung gegen Jugend.“

 
 

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