Bundesverkehrsminister Ramsauer sagt "Ja" zum Juwel Duisburger Hafen

Willi Mohrs
Auf Rundtour durchs Duisburger Hafenareal: Hafenchef Erich Staake (links) und Minister Peter Ramsauer. Foto: Ulla Emig
Auf Rundtour durchs Duisburger Hafenareal: Hafenchef Erich Staake (links) und Minister Peter Ramsauer. Foto: Ulla Emig
Foto: WAZ FotoPool
Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer sieht den Duisburger Hafen als Juwel. Daher stehe er einem Verkauf des Drittels, das dem Bund gehört, "mit allergrößter Skepsis" gegenüber, erklärte er bei einer Rundtour durch das weitläufige Areal.

Duisburg. Klarer kann es ein Politiker nicht sagen: Er werde nichts für eine solche „Verschleuderung von Bundesvermögen“ hergeben, erklärte Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer auf die Frage nach einem möglichen Verkauf des Bundes-Drittels am Duisburger Hafen.

Es handele sich bei Duisport um ein „einzigartiges Juwel unter allen Bundesbeteiligungen“, erklärte der CSU-Politiker nach einer Rundfahrt von Logport 1 über den Rhein bis in den Ruhrorter Hafenteil. Einer Veräußerung des Drittels der Anteile, die der Bund wie auch das Land NRW und die Stadt Duisburg halten, stehe er mit allergrößter Skepsis gegenüber“. Als Mitinhaber einer so wichtigen Infrastruktureinrichtung sei es möglich, in der Verkehrspolitik nicht Getriebener, sondern Antreiber zu sein.

"Gewaltige Frachtzuwächse"

Der Hafen, machte Ramsauer deutlich, passe exakt in seine Vorstellung von Verkehrspolitik, bei denen die Verknüpfung der Verkehrsträger Straße, Schiene und Wasserstraße im Mittelpunkt stehe. Für diesen kombinierten Verkehr, ohne den die prognostizierten Verkehrszuwächse nicht zu bewältigen seien, sei der Duisburger Hafen ein „Musterbeispiel“.

Bis 2025 sei zu erwarten, dass es „gewaltige Frachtzuwächse“ mit einem Plus von 70 Prozent geben werde. Davon drohten 85 Prozent auf die Straße zu entfallen. Ohne eine wirksame Verzahnung der drei Verkehrsträger seien „Verkehrsinfarkte“ absehbar.

In Duisburg habe man in den letzten Jahren gezeigt, wie’s geht mit einer Steigerungsrate von 30 Prozent pro Jahr für den Anteil der Schienentransporte. In die Wasserstraßen müsse zudem deutlich mehr Geld fließen.