Bund unterstützt Rettung von Duisburgs ältester Hubbrücke

Drei Sozialdemokraten auf der denkmalgeschützten Hubbrücke am Rheinpreußen-Hafen (v.l.): Johannes Kahrs, haushaltspolitischer Sprecherder Bundestagsfraktion, Bezirksbürgermeister Hans-Joachim Paschmann und der Homberger Abgeordnete Mahmut Özdemir.
Drei Sozialdemokraten auf der denkmalgeschützten Hubbrücke am Rheinpreußen-Hafen (v.l.): Johannes Kahrs, haushaltspolitischer Sprecherder Bundestagsfraktion, Bezirksbürgermeister Hans-Joachim Paschmann und der Homberger Abgeordnete Mahmut Özdemir.
150 Radler beteiligten sich an Sternfahrt zur Rettung der Homberger Hubbrücke. Mittel zur Sanierung des Bauwerks sollen auch aus Berlin kommen.

Duisburg. Es liegt offenbar nicht nur am milden Herbst, dass die Hubbrücke über den Homberger Rheinpreußen-Hafen aktuell ganz besonders hoch frequentiert wird. Eine SPD-Delegation samt Besuch aus Berlin war gerade erst wieder runter vom denkmalgeschützten Bauwerk, da kamen schon 150 „Brückenretter“ angeradelt. Sämtliches Bemühen von Politikern und Bürgern diverser Vereine aus der ganzen Stadt hat ein Ziel: Die aus dem Jahr 1931 stammende älteste Hubbrücke der Stadt zu erhalten.

1000 Unterschriften für Erhalt der Hubbrücke gesammelt

Dafür wurden Unterschriften gesammelt und wichtige Entscheider aus Berlin nach Homberg gelotst. Der Reihe nach: Vereine wie der Homberger Turnverein, der ADFC und andere haben bis Montag 1000 Unterschriften für den Erhalt der Wegeverbindung über den Hafen gesammelt. In etwa zwei Wochen wollen sie den Packen Oberbürgermeister Sören Link überreichen.

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Mahmut Özdemir hatte jüngst seinen Parteikollegen Johannes Kahrs eingeladen. Laut Özdemir handelt es sich bei Kahrs – der Abgeordnete aus Hamburg ist der haushaltspolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion – um einen entscheidenden Mann für die Bewilligung von Bundesmitteln für den Brückenerhalt.

Bund könnte Beitrag zur Sanierung der Brücke übernehmen

Özdemir: „Kahrs hat sich vor Ort ein Bild gemacht, sagt wie sämtliche Beteiligte auch, dass die Brücke erhalten werden muss.“ Zum einen dürfe man die Wegeverbindung in Richtung Niederrhein nicht kappen, zum anderen handele es sich um ein Baudenkmal. „Ein Abriss, wie es die Besitzer RAG und Firma Ineos vorhaben, ist nicht erlaubt“, sagt der Homberger Politiker.

Özdemir geht davon aus, dass die Hälfte der Summe, die für die Ertüchtigung gebraucht wird, aus Berlin kommt, im März oder April falle dort die endgültige Entscheidung. Einen genauen Betrag, der für die Sanierung nötig ist, will Özdemir aktuell noch nicht in den Medien lesen, er sagt, es handele sich um einen mittleren bis höheren sechsstelligen Betrag.

Verhandlungen mit den Besitzern der ältesten Hubbrücke der Stadt

Um die Brücke zu erhalten und auch zu sanieren, aktuell funktioniere etwa die Hebetechnik nicht, müsse man jetzt mit den Besitzern verhandeln. „Am Ende soll ein Erhalt und die Ertüchtigung dabei herauskommen, so dass wir hier in den kommenden 40 Jahren Ruhe haben.“ Ob die Brücke dann ins Eigentum der Stadt übergeht, werde sich zeigen, wichtig sei, dass sich RAG und Ineos ihrer Verantwortung bewusst seien, und sich am Fortbestand der ältesten Hubbrücke der Stadt beteiligten...

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