Bürgerwappen ehrt Duisburger Ehrenamtler

Mit dem Bürgerehrenwappen zeichnete am Freitag Hermann Weßlau (2.v.r.) vom Stadtverband der Duisburger Bürgervereine  im Rathaus Hans-Jürgen Kerkhoff von der Köhler-Osbahr-Stiftung, Werner Schulz, den  Vorsitzenden des Bürgervereins Hüttenheim und den THW-Ortsbeauftragten Peter Bunzeck (v.l.n.r.) aus.
Mit dem Bürgerehrenwappen zeichnete am Freitag Hermann Weßlau (2.v.r.) vom Stadtverband der Duisburger Bürgervereine im Rathaus Hans-Jürgen Kerkhoff von der Köhler-Osbahr-Stiftung, Werner Schulz, den Vorsitzenden des Bürgervereins Hüttenheim und den THW-Ortsbeauftragten Peter Bunzeck (v.l.n.r.) aus.
Foto: FUNKE Foto Services
Das ist beispielhaft: der Dachverband der Duisburger Bürgervereine zeichnete ein Stiftung, der obersten THW-Helfer und einen Vereinsvorsitzenden aus.

Duisburg.. Eine rührige Kulturstiftung, ein heimatverbundener Bürgervereinsvorsitzender und ein zupackender Helfer mit technischem Verstand: Das sind die drei Preisträger des Bürgerehrenwappens, das der Verband der Duisburger Bürgervereine am Freitagabend im Rathaus verlieh. Seit 1980 zeichnet der Dachverband der 20 Bürgervereine damit ehrenamtliches Engagement für Duisburg aus.

Die Köhler-Osbahr-Stiftung ist aus dem Duisburger Kulturleben nicht weg zu denken: So fördert und würdigt sie mit dem „Duisburger Musikpreis“ und dem „Förderpreis für junge Musiker“ das musikalische Schaffen in der Stadt, und seit 25 Jahren ist die „Sammlung Köhler-Osbahr“ mit ihren Münzen, Schmuckstücken und antiken Gegenständen starker Anziehungspunkt im Stadthistorischen Museum. Folgerichtig war Kulturdezernent Thomas Krützberg gestern deshalb Laudator: „Die Stiftung trägt mit ihren Initiativen und Aktivitäten vielfältig und ideenreich zum kulturellen und wissenschaftlichen Leben in Duisburg bei und ist ein zuverlässiger Partner der Stadt.“

Ein Retter Hüttenheims

Peter Bunzeck ist im ehrenamtlichen Einsatz, wenn Notlagen herrschen oder technische Hilfe gefragt ist: Ihn zeichnete der Stadtverband der Bürgervereine mit seinem Vorsitzenden Hermann Weßlau für sein fast 25-jähriges Engagement beim Technischen Hilfswerk THW aus, das er seit 2002 als Ortsbeauftragter leitet. „Er ist ein Helfer, einer, dessen Zurückhaltung keine Distanz schafft, sondern Vertrauen – schlicht ein Ehrenamtler, dem Ehre gebührt“, sagte der SPD-Bundestagsabgeordnete Mahmut Özdemir in seiner Preisträgerrede. Kameradschaft und das Motto „Geht nicht, gibt’s nicht“, würden dem Geehrten kennzeichnen. Ohne ihn wäre der Duisburger THW-Ortsverband mit seinen 160 freiwilligen Helfern nicht das, was er heute ist: „Peter Bunzeck trägt die Verantwortung, auf die wir uns im Ernstfall blind verlassen können müssen. Die Stadt Duisburg kann im Katastrophenschutz voll auf die Duisburger THW-Züge bauen“, lobte Özdemir.

Geradezu „göttlichen“ Segen bekam der dritte diesjährige Wappenträger Werner Schulz: Pfarrer Lothar Schenk von der Evangelischen Auferstehungsgemeinde Duisburg-Süd hielt die Rede auf den Vorsitzenden des Bürgervereins, dessen Hüttenheimer Siedlungsheimat seit mehr als 100 Jahren besteht. Werner Schulz und Mitstreitern ist es zu verdanken, dass die Siedlung nach dem Kampf der Bürgerinitiative „Rettet Hüttenheim“ in den 80er Jahren erhalten blieb und unter Denkmalschutz gestellt wurde. Schulz ist seitdem ein Führer durch sein „Wohnzimmer“.

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