Bürgerinitiative stellt keinen eigenen Bewerber fürs OB-Amt in Duisburg auf

Die Bürgerinitiative „Neuanfang Duisburg“ um Theo Steegmann will zunächst auf einen eigenen OB-Kandidaten verzichten.
Die Bürgerinitiative „Neuanfang Duisburg“ um Theo Steegmann will zunächst auf einen eigenen OB-Kandidaten verzichten.
Foto: dapd
Die Bürgerinitiative „Neuanfang Duisburg“ wird zunächst keinen eigenen Kandididaten für die Wahl des neuen Oberbürgermeisters aufstellen. Darauf hat sich der Vorstand der Initiative am Donnerstag geeinigt. Außerdem hält sich das Bündnis zunächst mit einer Wahlempfehlung zurück.

Duisburg. Nachdem die Suche nach einem überparteilichen OB-Kandidaten in Duisburg gescheitert ist, hat der Vorstand der Bürgerinitiative „Neuanfang Duisburg“ nun beschlossen, zunächst keine Wahlempfehlung zur OB-Wahl abzugeben. Begründet wird dies mit dem Argument, dass die Initiative ein parteiübergreifendes Bündnis sei. „Diese Mischung hat maßgeblich zum Erfolg der Initiative beigetragen und hat es ermöglicht, das Abwahlverfahren zu erzwingen und mit großer Unterstützung erfolgreich durchzuführen“, erklärt Sprecher Theo Steegmann.

Gleichwohl wolle man Gesprächsangebot der Kandidaten Sören Link (SPD), Ingrid Fitzek (Grüne) und Barbara Laakmann (Linke) annehmen und die drei bisher benannten Bewerber ums OB-Amt einzeln zu mitgliederöffentlichen Vorstandssitzungen einladen, um die Kandidaten am Kriterienkatalog und an den programmatischen Zielen der BI zu messen.

Auch auf einen eigenen Kandidaten will das Bürgerbündnis zunächst verzichten. Das ist ein weiterer Beschluss des Vorstands, der am Donnerstag tagte. Die Neubesetzung des OB-Posten allein sei kein entscheidender Neuanfang für die Stadt: „Vor dem Hintergrund einer zerstrittenen Dezernenten-Riege und Verwaltung und einem Rat, der zum großen Teil berechtigte Bürgerinteressen ignoriert (siehe Zinkhüttensiedler) kann eine wirkliche Verbesserung nur bei der Kommunalwahl 2014 erreicht werden“. heißt es in der Erklärung der Initiative.

Politischer Neuanfang nach der Loveparade Zudem sehe man die Gefahr, dass durch die Wahlkämpfe in den kommenden Wochen wichtige kommunalpolitische Themen in den Hintergrund gerieten. So will sich die Initiative vor allem auf die Seite der Zinkhüttensiedler schlagen und deren Interessen bei den weiteren Planungen fürs Outletcenter vertreten. „Das Outlet-Konzept soll einer strengen Prüfung unterzogen werden. Dazu findet am 26. März ein Gespräch mit dem Investor statt“, heißt es weiter.

Ziele und Regeln der BI sowie Mitgliedsanträge können ab nächster Woche auf der Internetseite „Neuanfang Duisburg“ heruntergeladen werden.

 
 

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