Bürger diskutieren über Umgang mit Rumänen und Bulgaren in Hochfeld

DerWesten
Viele Häuser und Straßen in Duisburg-Hochfeld sind in einem schlechten Zustand. Foto: Stephan Eickershoff / WAZ FotoPool
Viele Häuser und Straßen in Duisburg-Hochfeld sind in einem schlechten Zustand. Foto: Stephan Eickershoff / WAZ FotoPool
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Duisburg. Wie geht Duisburg mit der steigenden Zahl der Zuwanderer aus Bulgarien und Rumänien um? In Marxloh sind die Roma und Sinti am 4. Oktober Thema einer Diskussionsrunde der Linken. Am 13. Oktober sucht „Respekt Hochfeld“ nach Antworten.

„Respekt Hochfeld“ geht in die dritte Auflage. Nach Veranstaltungen in den beiden vorangegangenen Jahren soll am Donnerstag, 13. Oktober, um 18 Uhr nun ein weiteres Mal mit und über die Menschen im Stadtteil diskutiert werden.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung, zu der der Klüngelklub Hochfeld und Mitglieder des Runden Tisches als Stadtteilforum engagierter Bürger einladen, steht diesmal die Zuwanderung aus Südosteuropa. Die Organisatoren sprechen in diesem Zusammenhang von einer kleinen Völkerwanderung, die ständig insbesondere Menschen aus Bulgarien und Rumänien – viele davon Roma – in den Stadtteil schwemmt.

Dies wirft nicht nur pädagogische Fragen auf, wie etwa die Integration der Kinder und Jugendlichen in Einrichtungen der Kindertagespflege oder der Schule. Es stellt sich auch die Frage, wie die erwachsenen Zuwanderer in den Arbeitsmarkt, den Wohnungsmarkt und generell in das hiesige gesellschaftliche Leben integriert werden sollen.

Vermüllte Straßen, überfüllte Wohnungen und Prostitution

Zudem gehe der Zuzug dieser Menschen einher mit einer inzwischen unübersehbaren Zunahme der Vermüllung von Straßen und Hinterhöfen, Tagelöhnerei, Wohnungsüberbelegung und mehr oder weniger verdeckter Prostitution. Bei der öffentlichen Veranstaltung sollen gemeinsam Fakten gesammelt, diskutiert und Lösungswege gefunden werden, die allen im Stadtteil dienen.

Fach- und sachkundige Teilnehmer werden unter anderem Wilhelm Steitz, Ordnungsdezernent der Stadt Dortmund, der Duisburger Kultur- und Bildungsdezernent Karl Janssen, Helga Tauch vom Verein Solwodi, Iris Sperg vom Gesundheitsamt Duisburg und der AWO Integrationsagent Karl-August Schwarthans sein.

Linke fordert: „Integrieren statt wegsehen“

Bereits am Dienstag, 4. Oktober, will Anna Conrads, Landtagsabgeordnete der Linken aus Duisburg, über den verstärkten Zuzug von Roma in Hochfeld sowie in Marxloh mit Experten und Bürgern diskutieren. „Integrieren statt wegsehen“, so das Motto des Abends. Zum Einstieg in das komplexe Thema wird zunächst der Film „Im Ghetto - Die Roma von Stolipinowo“ gezeigt. Ort der Veranstaltung ist um 18.30 Uhr das Bürgerbüro der Abgeordneten an der Kaiser-Wilhelm-Straße 278 in Marxloh.