Brüder prügelten Hausmeister für 500 Euro und Handy brutal nieder

Vor der Jugendstrafkammer in Duisburg stehen jetzt drei junge Walsumer vor Gericht, die einen 41-Jährigen zusammen geknüppelt haben sollen.
Vor der Jugendstrafkammer in Duisburg stehen jetzt drei junge Walsumer vor Gericht, die einen 41-Jährigen zusammen geknüppelt haben sollen.
Foto: Hans Blossey
Drei Brüder sollen den Hausmeister eines Kinderspielparadieses mit einem Ast und anderen Gegenständen brutal niedergeknüppelt haben. Dafür müssen sich drei 21 bis 23 Jahre alte Wedauer vor der Jugendkammer verantworten. Die Anklage wirft dem Trio schweren Raub und gefährliche Körperverletzung vor.

Duisburg.. Erst vor 14 Tagen hat die Jugendkammer des Landgerichts es im Zusammenhang mit einer schweren Straftat mit Brüdern zu tun gehabt. Die Zwillinge wurden am Ende wegen eines brutalen Überfalls auf eine Tankstelle zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. Seit Donnerstag müssen sich gleich drei Brüder für ein ähnlich gewalttätiges Verbrechen verantworten, bei dem in der Nacht zum 19. Februar 2011 ein 41-Jähriger schwer verletzt worden war.

Die Anklage wirft den drei 21 bis 23 Jahre alten Wedauern schweren Raub und gefährliche Körperverletzung vor. Um 500 Euro und ein Handy zu erbeuten, sollen sie den Hausmeister eines Kinderspielparadieses an der Masurenallee mit einem Ast und anderen Gegenständen brutal niedergeknüppelt haben. Die drei Angeklagten, die bislang lediglich wegen Bagatelldelikten in Erscheinung traten, schwiegen am ersten Verhandlungstag zu den Vorwürfen.

Zahlreiche Platzwunden und Prellungen erlitten

Der 41-jährige Hausmeister wollte gegen 0.40 Uhr auf einem Parkplatz in sein Auto steigen, als er von drei Tätern angegriffen wurde. „Da stand plötzlich einer mit einem Knüppel vor mir. Dann kamen zwei andere von hinten“, erinnerte sich der Zeuge. Die Täter hätten auf ihn eingeschlagen. „Sie schlugen immer auf den Kopf.“ Er habe so getan, als würde er ohnmächtig, berichtet der Zeuge. Doch die Angreifer hätten noch auf ihn eingetreten, als er schon am Boden lag, bevor sie seine Wertsachen nahmen und flüchteten. Der Mann schleppte sich zur Straße. „Zum Glück hat ein Autofahrer angehalten und Hilfe geholt.“

Der 41-Jährige trug zahlreiche Platzwunden, Prellungen und einen Nasenbeinbruch davon. Seine rechte Augenhöhle wurde regelrecht zertrümmert. Trotz zweier Operationen, bei dem eine Platin-Platte eingesetzt wurde, leidet der Mann noch heute unter den gesundheitlichen Folgen.

Die Beweislage ist alles andere als eindeutig

„Die Narben sind das eine. Doch was in mir ist, ist das andere“, so der Zeuge. Er könne die Tat einfach nicht nachvollziehen. „Ich kenne die doch alle. Die haben doch früher bei uns gespielt.“ Und die zwei älteren Brüder der Angeklagten seien sogar früher bei dem Indoor-Spielplatz beschäftigt gewesen.

Doch bei der Frage, welche der fünf Brüder ihn denn nun tatsächlich überfallen habe, geriet der Zeuge - wie schon bei früheren Gelegenheiten - ins Schleudern. Die Beweislage ist alles andere als eindeutig.

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