Bröckelnde Dachstützen am Hauptbahnhof Duisburg beunruhigen Bahnfahrer

DerWesten
Die Frostschäden an Trägerfundamenten beunruhigen noch immer Bahnpassagiere in Duisburg. Foto: Gerd Wallhorn/WAZ FotoPool
Die Frostschäden an Trägerfundamenten beunruhigen noch immer Bahnpassagiere in Duisburg. Foto: Gerd Wallhorn/WAZ FotoPool
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Bahnfahrer in Duisburg sind verunsichert: Dicke Gesteinsbrocken scheinen sich vom Fundament zweier Stahlpfeiler an den Gleisen im Hauptbahnhof zu lösen. Nun klärt die Bahn auf: Es sind Frostschäden des vergangenen Winters – keine Gefahr.

Duisburg. Der Duisburger Hauptbahnhof ist keine Zier, das ist hinlänglich bekannt. Doch inzwischen ist die Gemütlichkeit, mit der dort Reparaturen angegangen werden, mehr als nur eine Zumutung für Menschen mit einem Sinn für Ästhetik. Zugreisende, die den Bahnhof passieren, zweifeln an der Tragfähigkeit der Dachkonstruktion. Sie sind beunruhigt.

„Da bröckelt das Beton-Fundament von einem der Stahlpfeiler kräftig“, schildert ein Bahnfahrer gegenüber DerWesten. Ein „gut und gerne Fußball-großer“ Steinklotz liege neben dem Stahlträger zwischen den Gleisen sechs und acht.

Längst nicht allen Wartenden am Bahnsteig fällt das Geröll am Fuß des Pfeilers auf. Doch die, die den Schaden erspähen, fragen nach: „Das soll doch nicht so, oder?“ Auch von einem weiteren Dachträger ist Gestein abgesplittert.

Nun klärt die Deutsche Bahn auf. Das bröckelnde Fundament am Fuße der Pfeiler bedeute „keinerlei Gefahr für Bahnreisende“. Die Tragfähigkeit der Steelen sei nicht beeinträchtigt, sagte am Freitag Udo Kampschulte, Sprecher des Unternehmens. Dass sich Steinklumpen aus dem Fundament gelöst hätten, sei der Bahn hinlänglich bekannt. Es handele um einen Frostschaden des vergangenen Winters, informiert Kampschulte.

Ein Schienenfahrzeug muss her

Wann die Bahn die Steine wegräumen und das Fundament wieder aufgießen lassen will, da könne er sich nicht festlegen, so der Sprecher. „So eine Aktion bedeutet größeren Aufwand. Man kann nicht einfach mit einem Lkw heranfahren und die Steine aufladen“, erklärt er. Es müsse ein Schienenfahrzeug organisiert werden, das die Last tragen könne.

Selbst nachdem das Unternehmen nun erfuhr, dass die Frostschäden noch immer Passagiere verunsichern, verspürt es offensichtlich keinen Handlungsdrang. Nur eines kann Kampschulte versprechen: „Bis zum nächsten Winter werden die Steine entfernt. “ (meba/we)