Brabender in Duisburg baut für die Zukunft

So soll der Brabender-Sitz an der Kulturstraße in Wanheimerort ab April 2017 aussehen.
So soll der Brabender-Sitz an der Kulturstraße in Wanheimerort ab April 2017 aussehen.
Foto: FUNKE Foto Services
Unweit des bisherigen Firmensitzes in Wanheimerort entsteht ein moderner Gebäudekomplex für Verwaltung, Technikum und Produktion

Duisburg. Rund 10,5 Millionen Euro investiert die Holzhauer-Holding aus Düsseldorf in den Umzug ihrer Tochter Brabender-Technologie. An der Kulturstraße in Wanheimerort entsteht dafür ein kompletter Neubau – und zwar nur rund 100 Meter vom bisherigen Standort des Maschinenbauers entfernt.

Am Freitag wurde der erste Spatenstich gefeiert, komplett fertig sein soll der neue Firmenkomplex mit Verwaltung, Technikum und Produktion im April 2017. 150 Mitarbeiter beschäftigt Brabender-Technologie derzeit, im Neubau wird Platz für weitere sein, denn das Unternehmen will weiter wachsen. „Wir eröffnen uns neue Möglichkeiten, die in der alten räumlichen Enge nicht darstellbar waren“, erklärte Geschäftsführer Bruno Dautzenberg am Freitag. Besonders freue er sich auf das neue Technikum: „Hier können unsere Kunden in einem modernen Umfeld komplette Dosierversuche durchführen und so schon im Vorfeld die optimale Konfiguration für ihre Geräte finden.“

Für die eigene Forschung und Entwicklung

Auch für die eigene Forschung und Entwicklung ist das Technikum essenziell. Hier werden neue Dosierer gebaut und getestet. „Wir erhoffen uns von den neuen Bedingungen, dass wir Innovationen schneller realisieren und an den Markt bringen können“, sagte Dautzenberg. Auch für die Mitarbeiter sollen das Umfeld großzügiger werden.

Brabender Technologie entwickelt und baut Anlagen fürs Dosieren, Wägen, Austragen und für die Durchflussmessung, die überall angewendet werden können, wo es um Schüttgut geht, beispielsweise in der Kunstoffveredelung, aber auch beim Mischen von Müsli oder Waschmitteln.

Vor allem in das neue Technikum werden hohe Erwartungen gesetzt, weil dort komplette Anlagen ausprobiert und vom Kunden abgenommen werden können. „Die Kunden möchten Technik sehen, anfassen und ein bisschen eingeführt werden“, so Gesellschafter Helmut Holzhauer.

IG Metall will Pläne kritisch prüfen

Die Investition des Familienunternehmens, so Oberbürgermeister Sören Link auf der Baustelle, diene dazu, die „Technologieführerschaft“ zu sichern und sei „ganz im Sinne der Stadt“.

Auf einer Neubau-Etage wird eine weitere Holding-Tochter Platz finden: Labore für Kunststoff- und Nahrungsmitteltechnik der Brabender GmbH sind geplant. Dort gab es diese Woche eine Betriebsversammlung, auf der drohende Kündigungen ein Thema waren. Benjamin Pankow von der IG Metall kündigte an, man werde Kündigungen nicht hinnehmen und entsprechende Pläne kritisch prüfen.

 
 

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